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Glas-Mangel für LCDs führt zu iMac-Lieferproblemen

07.03.2002 | 13:33 Uhr |

München/Macwelt - In den letzten Jahren haben Analysten immer wieder gerne Motorola dafür verantwortlich gemacht, dass Apple mangels Prozessoren nicht genügend Power Macs ausliefern konnte. Im Fall des begehrten neuen iMacs klingen die Gründe weit banaler: Der LCD-Industrie gelingt es momentan nicht, die Nachfrage an Silizium-Glas für Flachbildschirme zu befriedigen. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte die Nachfrage an LCD-Monitoren sprunghaft zugenommen, zuvor waren die Preise aufgrund großen Angebotes deutlich gesunken. Im Jahr 2001 war der LCD-Markt um das Doppelte gewachsen, auch für 2002 erwarten Marktforscher eine annähernde Verdoppelung. Wie die Cnet-Seite news.com berichtet, führt der akute Glas-Mangel zu erheblichen Lieferverzögerungen, die beiden Distributoren Ingram Micro und Tech Date sprechen von Backlogs von 18,6 respektive 10,7 Wochen. Analysten wie Toni Duboise von ARS gaben jedoch indirekt Apple die Schuld an der Misere. Der Mac-Hersteller habe die Nachfrage nach dem iMac deutlich unterschätzt und es versäumt, sich auf einen derartigen Ansturm vorzubereiten. Gerade Windows-User habe man mit dem neuen iMac beeindrucken wollen, doch dann hätte man auch eine massenhafte Verfügbarkeit garantieren müssen.
Die Lieferschwierigkeiten werden voraussichtlich noch einige Monate anhalten, Apple hat bislang keinen Kommentar dazu abgegeben. pm

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