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Gleichstand mit angenehmen Folgen

19.02.2004 | 16:38 Uhr |

Apple überzeugt mit Safari 1.2 und Java 1.4.1 - Immer mehr bislang unerreichbare Websites und -Applikationen werden kompatibel zur Mac-Welt.

Wer viel im Internet arbeitet, sieht gelegentlich hübsche Java-Programme oder Browser-Tricks, die eigentlich auch auf dem Mac funktionieren sollten. Während man unter Mac-OS 9 meistens komplett auf dem Trockenen sitzen bleibt, kommt mit der aktuellsten Kombination aus Apples eigenem Browser und der dazu passenden Java-Umgebung manchmal super weiter.


Der Wechsel von Safari 1.1 auf Version 1.2 hat nur wenig Wellen geschlagen. In den einschlägigen Foren, zum Beispiel Apples eigenem Safari-Forum , findet sich die übliche Kritik und einige positive Bemerkungen vor allem über die Internet-Seiten von Banken, die mit Safari 1.2 "plötzlich" funktionieren. Wer des Englischen mächtig ist, findet aber bei im Internet-Tagebuch Dave Hyatt, einem der Entwickler von Safari, wichtige Hinweise darauf, was sich alles hinter den Kulissen getan hat. Neben einer erdrückenden Fülle von Korrekturen, die vor allem Fehler bei der CSS-Darstellung betreffen, finden sich drei Neuerungen, die für die Fortschritt im Bankensektor verantwortlich sind, doch weit darüber hinaus neue Möglichkeiten eröffnen: Persönliche Zertifikate, Liveconnect und Java VM 1.4.1


Persönliche Zertifikate sind eine hübsche Sache, Apple beschreibt zum Beispiel in einem seiner Online-Dokumente wie man E-Mails mit einem solchen Zertifikat unterschreibt und das Ganze als S/MIME-Nachricht verschickt. Wer Zertifikate anderer Absender zum Beispiel aus dem Internet direkt in den Schlüsselbund übernehmen will, kommt mit Safari 1.2 schnell zum Ziel - ein Klick auf den entsprechenen Download-Link oder -Knopf speichert das Zertifikat nach einer Rückfrage sofort im Schlüsselbund.


Doch wesentlich mehr geht mit Liveconnect und Java Version 1.4.1. Ein Streifzug durch das Internet offenbart zum Beispiel die nützlichen Werkzeuge Jwebedixx und Editix . Liveconnect hilft beim HTML-Browser-Plug-in Jwebedixx Daten zwischen dem Java-Programm und Javascript, mit dem die HTML-Seite gesteuert wird, auszutauschen. Das funktioniert seit Safari 1.2 perfekt in beide Richtungen, so dass man ohne weiteres Texte vom Browser-Plug-in in die Zwischenablage kopieren kann und umgekehrt.


Und der XML-Editor Editix läuft seit dem Update von Apples Java-Umgebung um einiges schneller und stabiler als bisher. Damit steht unter Mac-OS X endlich ein ausgewachsener XML-Editor zur Verfügung, der sich vor vergleichbaren PC-Produkten nicht verstecken muss.
Kurz gefasst: Der aktuelle Gleichstand der Apple-Produkte in Sachen Java und Javascript macht es möglich, eine Reihe von Programmen auf dem Mac zu nutzen, die bisher nicht oder nur sehr mühsam zu gebrauchen waren. Und ist eine Einladung für alle Internet-Programmierer, die sich bisher nicht für Macs erwärmen konnten, weil die für sie nötigen Werkzeuge unter Mac-OS X nicht zur Verfügung standen.

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