875378

Globaler Halbleiterumsatz steigt kräftig

02.01.2001 | 00:00 Uhr |

Der globale Halbleitermarkt hat im Jahr 2000 kräftig um 31 Prozent auf 222,1 Milliarden Dollar (463 Mrd DM/236,6 Mrd Euro) zugelegt. Es gibt allerdings zur Zeit im internationalen Chipmarkt angesichts einer deutlichen Abschwächung während der vergangenen drei Monate deutliche Probleme.

Intel hat seine Spitzenposition im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 29,75 Milliarden Dollar, einem Marktanteil von 13,4 Prozent und einem Wachstum von elf Prozent vor den japanischen Anbietern Toshiba und NEC mit jeweils fünf Prozent Marktanteil behauptet. Dies hat die Marktforschungsfirma Dataquest am Dienstag bekannt gegeben.

Der globale Chipmarkt befindet sich laut Dataquest am Ende des zweiten Aufschwungjahres. Es gibt allerdings Sorgen über die Weiterentwicklung, da das vierte Quartal 2000 gegenüber den vorangegangenen Quartalsabschnitten relativ schwach war. Dies hob Joe D'Elia hervor, der Leiter der Chipmarktforschung für Dataquest in Europa. Er glaubt allerdings, dass es sich bei der gegenwärtigen Abschwächung nur um eine Inventarkorrektor handelt.

Die deutsche Infineon Technologies rutschte trotz einer Umsatzsteigerung von 28,6 Prozent auf 6,72 Milliarden Dollar vom achten auf den zehnten Platz in der Weltrangliste der führenden Chiphersteller ab. Infineon hatte im vergangenen Jahr einen globalen Marktanteil von drei Prozent.

Die südkoreanische Samsung, die US-Firmen Texas Instruments, Motorola und STMicroelectronics, die japanische Hitachi und die südkoreanische Hyundai lagen auf den Plätzen vier bis neun.

Der europäische Halbleitermarkt legte gegenüber 1999 um 29 Prozent auf 43,1 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz in Nord- und Südamerika stieg um 29 Prozent auf 71,7 Milliarden Dollar. Der Rückschlag während des vierten Quartals 2000 war in dieser Region am stärksten ausgeprägt.

Im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) gab es einen Halbleiterumsatz von 56,9 Milliarden Dollar. Japan brachte es auf einen Chipumsatz von 50,4 Milliarden Dollar, plus 33 Prozent. dpa

0 Kommentare zu diesem Artikel
875378