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Missverständnis: Google leitet keine extremistischen Suchergebnisse um

03.02.2016 | 17:09 Uhr |

Auf einer Konferenz in Großbritannien hielt ein Google-Mitarbeiter einen Vortrag zum Thema Terrorismusbekämpfung. Daraufhin entstand bei vielen Zeitungen das Gerücht, Google würde absichtlich Suchergebnisse umleiten. Nun dementiert Google diese Vorwürfe und bezieht Stellung.

Am Dienstag berichteten viele Online-Zeitungen , dass Google ein Programm entwickelt habe, welches Suchergebnisse mit extremistischem Hintergrund absichtlich umleiten würde. So hieß es, dass das Programm die Suchergebnisse, welche in Verbindung mit dem Islamischen Staat (ISIS) oder Al-Qaida stehen, automatisch auf Seiten umleitete, die keinen radikalisierenden Hintergrund hätten. Dieser Vermutungen beruhten auf den Äußerungen eines Google Mitarbeiters bezüglich der Terrorismusbekämpfung auf einer Anhörung in Großbritannien.

Wie ein Google-Sprecher nun erklärte, habe das Unternehmen keine derartigen Maßnahmen in die Wege geleitet. Demnach sei momentan lediglich ein Programm in Kooperation mit einer Handvoll gemeinnütziger Organisationen in Arbeit. Mit dem Programm soll es für diese Organisationen möglich sein, aktiv zu bestimmen, unter welchen Suchbegriffen ihre Werbung geschaltet werden soll und somit an der Antiradikalisierung mitzuwirken.

In der Vergangenheit wurden Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter oft kritisiert, dass sie bisher keine großen Gegenmaßnahmen gegen Extremisten geleistet haben.

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