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Vorgestellt

Google-Dienste auf dem iPad

10.10.2012 | 13:22 Uhr |

Google Drive, Picasa, Chrome und weitere Google-Apps - so nutzen Sie Google-Dienste auf dem iPad richtig.

Wenn es ein Unternehmen gibt, dem man als Internet-Nutzer beim besten Willen nicht aus dem Weg gehen kann, ist es Google. Dafür sorgt schon die Suchmaschine, die beinahe eine Monopolstellung innehat. Doch Google bietet noch weit mehr als nur die Suche: Google ist Mail-Provider mit Google Mail, beherbergt mit Youtube die größte Filmeplattform, bietet mit Google+ ein soziales Netz, mit Google Drive einen kostenlosen Online-Speicher, mit den Google Docs ein Online-Office-Paket, mit Picasa eine Fotoplattform, mit den Google-Apps ein Angebot für Firmenkunden, mit Chrome einen eigenen Browser und etliches mehr. Die Liste ließe sich noch beliebig lange fortsetzen.
 
Praktisch alle der genannten Google-Dienste lassen sich auch auf dem iPad nutzen. Angesichts der Tatsache, dass Apple und Google sich wegen des Android-Systems als Konkurrenten sehen, mag man sich über Googles weiterhin ungebremstes Engagement für iOS zwar wundern, aber der Streit hält Google nicht davon ab, für iPad und iPhone immer wieder neue Apps wie zuletzt den Chrome-Browser oder Google Drive vorzustellen.
 
Für viele Dienste benötigt man nicht unbedingt eine dezidierte App: Der Mail-Account oder die Websuche lassen sich über Apples Apps nutzen, und die Youtube-App gehörte vor iOS 6 noch direkt zum System. Bei manchen anderen Diensten wie den Google Docs hingegen ergibt sich erst mit weiteren Apps, die teils auch von Drittanbietern stammen, ein befriedigender Workflow.

  Google-Account im Zentrum


Für die meisten Google-Dienste wie Mail und dergleichen ist ein Google-Account nötig, den man unter http://accounts.google.com kostenlos erzeugen kann. Alle Dienste lassen sich also über einen zentralen Account verwalten, was bequem ist, Google gleichzeitig aber auch sehr viele persönliche Informationen preisgibt, die das Unternehmen für Werbezwecke nutzt. Natürlich geht manches wie die Websuche auch ohne Account, doch Zugriff auf Features wie den Online-Speicher Google Drive oder Google Mail gibt es eben nur über einen Account.
 
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen folgende Google-Dienste für das iPad vor:
 

Google und Datenschutz

Wir suchen über Google, veröffentlichen Filme bei Youtube und Bilder bei Picasa, speichern unsere Dokumente auf Googles Servern, nutzen Googles Mail-Server, verwalten unsere Termine, sehen uns Straßenzüge an, nutzen Googles Apps oder Handys – die Liste von Googles zumeist kostenlosen Dienstleistungen ist endlos. Selbst wer nur die Hälfte dieser Angebote nutzt, beschert Google ein enormes Wissen über die eigene Persönlichkeit, die Google wiederum für gezielte Werbung, die Haupteinnahmequelle des Unternehmens, nutzt.
 
Die Sammlung persönlicher Informationen ist also Googles Geschäftszweck, und nicht immer wird bei der Lektüre des Kleingedruckten klar, welche Informationen Google wirklich durchsucht und welche es vertraulich behandelt. Da Google in Bezug auf eigene Aktivitäten und den Umgang mit Informationen als eher verschlossen gilt, ist eine gewisse Skepsis angebracht.
 
Nun stellt sich die Frage, welche Konsequenzen man daraus zieht. Google ganz den Rücken zu kehren kann angesichts des Quasimonopols bei den Suchmaschinen ohnehin nicht funktionieren. Wo es Konkurrenz gibt, ist keineswegs sicher, dass diese vertrauenswürdiger mit Daten umgeht. Viele Einzelfälle ließen bislang zwar Kritik an Googles Umgang mit dem Datenschutz aufkommen, der ganz große Vertrauensbruch blieb indes bislang aus. Vorsicht ist also angesagt: Google beobachtet uns, also sollten wir im Gegenzug auch Google beobachten.

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