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Neue Vereinbarung für "Google Books" vorgelegt

16.11.2009 | 13:38 Uhr |

Google und die US-Verleger haben eine abgemilderte Version der umstrittenen Vereinbarung für die Bereitstellung von digitalisierten Büchern im Internet vorgelegt.

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Nach monatelangen Verhandlungen verständigten sich beide Seiten darauf, den Geltungsbereich der Vereinbarung auf Bücher zu beschränken, die urheberrechtlich in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien registriert sind. Damit wären mehr als 95 Prozent der Bücher, die in Deutschland oder anderen Ländern außerhalb dieses Geltungsbereiches verlegt wurden, nicht mehr Bestandteil des «Google Book Settlements». Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels reagierte mit Skepsis auf die neue Vereinbarung, da nun zu befürchten sei, dass Europa, mit Ausnahme von Großbritannien, von der Buch-Digitalisierung abgeschnitten werde. Der Vorsteher des Börsenvereins, Gottfried Honnefelder, sagte Deutschlandradio Kultur: «Der Markt, den Google bedient, wird weitergehen. Man steht nun daneben und wird nicht mehr erfasst. Das bedeutet, dass das Englische weiterhin als Marktsprache schlechthin etabliert wird.» Nun sei es notwendig, auch in Europa ähnliche Mechanismen aufzubauen. Die neue Vereinbarung in dne USA sieht auch vor, dass Google- Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft der Zugang zu eingescannten Büchern erleichtert wird. Über den Vorschlag muss nun ein New Yorker Richter entscheiden. Google will mehrere Millionen Bücher aus Universitäten und Büchereien einscannen und ins Netz stellen. Im ersten Abkommen zu «Google Books» hatte sich der Suchmaschinen-Gigant verpflichtet, 125 Millionen Dollar für diese Online-Buchauswertung zu zahlen. An dem finanziellen Rahmen soll sich auch in der neuen Version nichts ändern. (dpa)

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