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Das hat Google mit Google Buzz vor

11.02.2010 | 10:06 Uhr |

Google Buzz erweitert Googlemail um Social-Network-Fähigkeiten und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Facebook und Twitter. Wir stellen Buzz ausführlich vor und sagen, was Google plant.

Google stellt Google Buzz für Googlemail vor
Vergrößern Google stellt Google Buzz für Googlemail vor

Google Buz erweitert Googlemail in Richtung Social Networks, also um Funktionen, wie sie typisch für Facebook oder Twitter sind.

Google Buzz bekommt in Googlemail im linken Navigationsmenü einen eigenen Eintrag unterhalb der Inbox. Mit Google Buzz kann man seinen Kontakten automatisch folgen, Bilder und Videos tauschen sowie Website-Links austauschen. Google Buzz bietet hierzu Schnittstellen zu anderen Web-Werkzeugen wie Flickr, Picasa oder Twitter. Alle Daten lassen sich nach Belieben für die eigenen Kontakte freigeben oder selektiv sperren. Die Follower können freigegebene Dateien in Echtzeit kommentieren. Sofern man Google Buzz vom Smartphone aus nutzt, kann man anhand der GPS-Daten lokalisiert werden. Google Buzz lässt sich zudem mit der in Android eingebauten Sprachsteuerung bedienen.

Google Buzz ist künftig auf dreierlei Weise erreichbar: Über Google.com/buzz, über eine separate App für Android-Smartphones und iPhone und als Google Mobile Maps-Version für Smartphones. Mit Hilfe der Nearby-Funktion der App kann man sich Follower in der näheren Umgebung anzeigen lassen.

Die naheliegende Frage: Wie kann man seine Privatsphäre schützen, etwa vor Stalkern? Google meint dazu: Man können ausgewählte Kontakte blockieren, so dass Sie einem nicht ständig folgen können. Den Eindruck, Google nehme es mit der Privatsphäre seiner Benutzer nicht so genau, kann diese Aussage wenig abmildern. Ebenso wenig wie kürzlich Eric Schmidts Bonmot "Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun." Google baut sein Geschäftsmodell darauf auf, möglichst alles von möglichst allen Internetnutzern zu erfahren, mit der durch Buzz mitprotokollierten Ortsinformation dehnt Google dieses Prinzip in die reale Welt aus. Wer also nicht möchte, dass alle Welt erfährt, wo er sich aufhält und was er da unternimmt, sollte besser auf den Dienst verzichten, anstatt nur "ausgewählte Kontakte" zu blockieren.

Google Buzz wird in den nächsten Tagen für alle Googlemailnutzer als Eintrag unterhalb der Inbox von Googlemail freigeschaltet. Außerdem bastelt Google an einer Business-Variante von Buzz für den Einsatz in Unternehmen - diese ist aber noch nicht fertig.

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