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Google-Chef über die iPhone-Politik

17.03.2008 | 13:37 Uhr |

Einen Blick vom Berg wagt Rich Miner, Chef von Googles Android-Projekt.

Auf der eComm Konferenz im Mountain View, Silicon Valley, findet er einige lobende Worte für Apples iPhone, kritisiert aber deutlich Apples Strategie. Analysten gehen dagegen von einem Halo-Effekt aus und sehen für den Hersteller aus Cupertino ein erfreuliches Wachstum im Geschäftsumfeld voraus. Beeindruckt zeigt sich Rich Minervon der Integration der Programme, das iPhone ermögliche Anwendern einen großartigen Umgang mit dem Gerät. Apple habe einiges richtig gemacht. Nur mit der Politik Apples will der Android-Chef sich nicht anfreunden und hebt Androids Vorteile hervor. So sei die eigene Plattform Open Source und schränke Programmierer nicht ein wie Apples iPhone. Programme könnten auch parallel und im Hintergrund laufen. Außerdem funktioniere Android auf allen möglichen Mobiltelefonen bediene nicht nur den High-End-Markt. Einen großen Unterschied sieht Rich Miner auch in der Art, wie man mit den Mobilfunk-Betreibern umgehe. Während Apple alles kontrollieren wolle, würde man bei Google mit den Betreibern besser zusammen arbeiten und diese entscheiden lassen, welche Programme auf Android freigegeben werden - in der Hoffnung, dass die Anbieter später nicht diktierten, welche Applikationen in ihrem Funknetz funktionieren darf. In den letzten drei Monaten erreichte Googles Android 750.000 Entwickler, Apple schaffte es dagegen, in vier Tagen 100.000 Downloads zu verteilen - wenn das Interesse anhält, dann dürfte Apple bald Androids Download-Zahlen erreicht haben und mittelfristig überholen. Analysten sehen große Chancen für Apple, auch von einem Halo-Effektwie beim iPod wird gesprochen: Das iPhone könnte in den nächsten 12 bis 18 Monaten vor allem Geschäftsleute von der Apple-Marke überzeugen, auch das MacBook Air erzeuge bei Windows-Benutzern großes Interesse.

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