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Projekt: Reconnect

Google spendet 25.000 Computer für Flüchtlinge

26.01.2016 | 11:56 Uhr |

Viele Initiativen zur Unterstützung der Flüchtlinge wurden geplant und sollten dabei helfen, die Menschen ins Netz zu bringen. Fast alle dieser Maßnahmen wurden wieder verworfen. Mit einer Spende im Wert von rund fünf Millionen Euro setzt Google nun ein Zeichen und bewirkt mit Project Reconnect echt Veränderungen.

Unter dem Namen Project Reconnect ist die Spende von 25.000 Internet-Computern des Google-Konzerns die wohl bisher größte Einzelspende in der europäischen Flüchtlingskrise. Bei den Rechnern handelt es sich um Chromebooks , mit denen die Menschen über den Webbrowser Zugang zu Cloud-Programmen erhalten. Laut Spiegel beträgt der Wert der Computer 5,3 Millionen US-Dollar, was umgerechnet rund 4,9 Millionen Euro entspricht. Vereine, die den Flüchtlingen helfen, können die Chromebooks bei der Organisation Nethope innerhalb der nächsten sechs Monate beantragen. Diese setzt sich das Ziel, im Jahr rund 500.000 Flüchtlinge zu erreichen. Zudem sollen zukünftig nicht nur Betreiber von Asylbewerberheimen die Anträge für die Computer stellen dürfen, sondern auch weitere Initiativen.

Das Chromebook bietet über den Browser Zugriff auf Cloud-Programme.
Vergrößern Das Chromebook bietet über den Browser Zugriff auf Cloud-Programme.
© Samsung

Die Rechner bieten zwei Modi, in denen die Flüchtlingen arbeiten können. Der Internetcafé-Modus erlaubt es den Nutzern, alle Inhalte im Netz zu surfen, welche die Jugendschutzfilter erlauben. Der sogenannte Kiosk-Modus soll bestimmte Programme anbieten, wie beispielsweise einen Online-Deutschkurs . Mit Googles Initiative ist zumindest ein Schritt getan, die Menschen zu beschäftigen und Weiterbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

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