977296

Google-Initiative geht Verbraucherschützern nicht weit genug

18.09.2007 | 13:06 Uhr |

Die vom Suchmaschinenbetreiber Google vergangene Woche gestartete Initiative für besseren Datenschutz halten Verbraucherschützer in den USA nicht für ausreichend.

Google hatte einen globalen Datenschutzstandard gefordert und sich dabei auf ein Framework berufen, das die Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) erarbeitet hatte. Diesen APEC-Standard bezeichnet jedoch Melissa Ngo, vom Electronic Privacy Information Center (EPIC) als "schwach". Denn dieser lege die Beweislast auf den Anwender, der beweisen müsse, von unzulässigen Datensammlern geschädigt worden zu sein. Googles Initiative beschwichtigt keinsewegs die Bedenken, die Verbraucherschützer angesichts der geplanten 3,1 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme des Online-Vermarkters Doubleclick hegen. Amina Fazlullah, Anwältin der U.S. Public Interest Research Group (US PIRG) meint, dass eine Konsolidierung in diesem Markt fatale Auswirkungen auf Websitebetreiber haben könne, deren Wahl des Vermarkters extrem eingeschränkt werde: "Die entstehende Firma hätte eine Menge Kontrolle über das, was wir tatsächlich online hören und sehen."

Eine Google-Sprecher stellte unseren Kollegen von Macworld gegenüber jedoch klar, dass der von dem Unternehmen ins Spile gebrachte APEC-Standard nur eine Möglichkeit sei. Google werde sich auch aktiv an der Konferenz der Federal Trade Commission (FTC) über den wachsenden Online-Markt im November beteiligen. Die Beschwerden, insbesondere der Verbraucherschutzorganisation EPIC über Googles Vorschläge entbehrten der Fakten: "Google verteidigt aggressiv den Datenschutz und das Vertrauen der Anwender ist wesentlich für den Erfolg unserer Produkte." In der Vorbereitung der Doubleclick-Übernahme habe Google mit Verbraucherschutzorganisationen die Implikationen diskutiert, die EPIC habe jedoch alle Einladungen zu Gesprächen abgelehnt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
977296