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Google: Keine Verletzung der Privatsphäre durch Street View

01.08.2008 | 10:51 Uhr |

Ein US-amerikanisches Ehepaar verlangt Schadensersatz von Google, da das Unternehmen ihrer Meinung nach ihre Privatsphäre verletzt habe.

Mit Street View macht Google es möglich, die Welt nicht nur (über Google Earth) auf Satellitenbildern zu erkunden. Street View bietet Fotos verschiedener Städte weltweit, die Straßen und Gebäude aus der irdischen Perspektive darstellen. Das Ehepaar Boring aus Pennsylvania hat den Internet-Dienstleister wegen eines Fotos ihres Wohnhauses verklagt.

Die Borings waren vor allem nicht damit einverstanden , dass Google in eine Privatstraße hineinfuhr. Googles Anwälte verteidigen sich damit, dass moderne Technologien dazu geführt haben, dass eine "vollständige Privatsphäre nicht existiert": Selbst in der Wüste könnte man von Satelliten beobachtet werden. Die Borings lebten aber in einer normalen Wohngegend, in der jeder an das Haus herantreten könne, ohne gleich Hausfriedensbruch zu begehen. Google hat das Foto des Hauses allerdings mittlerweile entfernt, dies hätten die Borings aber auch ohne Gerichtsverfahren erwirken können. Das Ehepaar verlangt aber aufgrund der mentalen Leidzuführung durch Google ein Schmerzensgeld. Außerdem wollen sie Schadensersatz dafür bekommen, dass ihr 163.000 Dollar teures Wohnhaus durch Google an Wert verloren habe. Insgesamt soll Google nach dem Willen der Borings 25.000 Dollar zahlen.

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