Von Markus Pilzweger - 24.04.2007, 09:59

Google: Nutzer sollen bei lokalen Informationen mithelfen

Mit Google Earth und Google Maps bietet Google bereits zwei Dienste an, die sich bestens für lokale Informationen eignen. Einige stellt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit weiteren Firmen selbst bereit, doch für den Großteil der Daten sollen die Anwender selbst sorgen.
Dem mobilen Internet wird eine rosige Zukunft vorausgesagt, entsprechend wird auch die Nachfrage nach lokalen beziehungsweise standortbasierten Informationen steigen - so die Theorie. Mit Google Maps und :Google Earth bietet Google bereits zwei mächtige Applikationen, in die sich derartige Informationen - gewinnbringend - einbauen ließen, doch es ist selbst für Google zu zeit- und kostenintensiv, selbst für detaillierte Informationen zu jedem Punkt der Welt zu sorgen. Doch diese Aufgabe werden die Anwender selbst erledigen, ist sich das Unternehmen sicher.
Bereits jetzt können Anwender eigene Datensätze in Form einer KML-Datei erstellen, die andere Nutzer herunterladen und in Google Earth integrieren können. Diesen Ansatz wollen die Google-Macher nun wesentlich erweitern und so mehr Informationen für das Geo Web Layer unter Google Earth generieren. Dabei setzt das Unternehmen darauf, dass die steigende Nachfrage nach lokalen Informationen dafür sorgen wird, dass mehr und mehr Anwender selbst derartige Informationen bereit stellen.
Bei einer Konferenz in Tokio nannte Peter Birch, Projektmanager für Google Earth, die Foto-Website Panoramio als Beispiel. Anwender können über diese Site digitale Landschaftsbilder bereitstellen, die mit GPS-Daten versehen sind. Nachdem Google im Januar einen entsprechenden Layer in Google Earth aufgenommen hat, stieg die Zahl der Panoramio-Nutzer von damals rund 100.000 auf nun über eine Million.
Wie sich all die lokalen Informationen sinnvoll einsetzen lassen, demonstrierte Birch am Beispiel Tokio. So ließ er sich nach einer kurzen Suche alle Bahnhöfe in Tokio anzeigen. Ein paar Klicks später wurden diese als Layer über eine Satelliten-Ansicht der Stadt gelegt. Danach kamen noch WIkipedia-Artikel zu bestimmten Orten in Tokio hinzu, bebildert wurde das Ganze mit Aufnahmen aus dem Panoramio-Katalog, die sich dank GPS sehr leicht in Google Earth integrieren lassen. Derartige Lösungen seien unter anderem für Touristen interessant, die sich in einer fremden Stadt zurechtfinden und dabei auch noch etwas lernen möchten, so Birch.
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