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Google Reader: Online und im Mac-Style

18.04.2007 | 14:10 Uhr |

In den Google Labs finden sich eine Reihe von Dienstleistungen, die der Anbieter Anwendern bereits zur Verfügung stellt, aber noch nicht an die große Glocke hängt. Dazu gehört auch Google Reader: Der RSS-Aggregator benötigt lediglich einen Browser, um Nachrichten-Feeds zu lesen, zu verwalten und mit anderen auszutauschen.

Jon Hicks von Hicksdesign hat nun eine Oberfläche für den Reader entworfen, die an eine Mac-Anwendung erinnert. Wer keine lokale RSS-Anwendung wie NetNewsWire und Vienna verwenden möchte, hat damit eine Mac-typische Alternative zur Hand.

Google ist bereits seit langem weit mehr als eine Suchmaschine. Der Dienstleister stellt immer mehr Anwendungen bereit, die sich auch am Mac ausführen lassen. Auf der anderen Seite versucht er aber auch, Online-Alternativen zu Applikationen zu bieten, die die Anwender bislang noch auf ihren lokalen Festplatten installierten. Dazu gehört das kollaborative Office-Paket Text & Tabellen , aber auch der RSS-Aggregator Reader .  

Warum nicht online lesen?

Reader ist seinen Verwandten, die man auf seinem Mac installieren muss, in vielen Punkten ebenbürtig. Zwar steht die Online-Anwendung im Moment nur in englischer Sprache zur Verfügung, dafür bietet sie aber eine Reihe von zusätzlichen Funktionen, die die Lösung attraktiver machen als manchen Konkurrenten. Deren Feed-Sammlungen lassen sich darüber hinaus im OPML-Format importieren und exportieren, der Anbieter macht einem den Wechsel so leicht wie möglich. Mit Reader lässt sich kollaborativ arbeiten, ausgewählte Nachrichten kann man unter einer eigenen Internetadresse auch anderen Interessenten zur Verfügung stellen. Die Online-Applikation lässt sich im Kleinformat auf eigene Webseiten einbauen und es gibt eine mobile Version fürs Mobiltelefon. Die Integration in den Browser ist im Übrigen ganz einfach: Es genügt, einen Link in dessen Favoritenleiste anzulegen - mit einem Klick darauf öffnet sich jede Seite mit RSS-Feed automatisch in Reader.  

Reader in Mac-Optik: Letztlich eine Geschmacksfrage

Nun sind Googles Online-Applikationen meist leicht zu bedienen, allerdings ist ihr optisches Auftreten nicht jedermanns Geschmack. Jon Hicks gehört zu den Anwendern, die Apples Design vorziehen. Deshalb hat er nicht nur beschlossen, es dem Google Reader überzustülpen, er stellt seinen Lösung auch andern Mac-Usern kostenlos zur Verfügung . Gebastelt hat er ein alternatives CSS-Stylesheet, das das Original von Google ersetzen soll. Dazu benötigt jeder Browser ein Plug-in, das das Online-CSS bei jedem Aufruf des Readers durch die lokale Kopie von Hicks' Entwurf ersetzt.  

So geht's: Installation in Safari

In Safari benötigt man für die optische Anpassung die kostenlose Erweiterung SafariStand . Der Download ist knapp ein Megabyte groß, nach dem Entpackenkopiert man zur Installation den Unterordner SafariStand ins Unterverzeichnis Library/InputManagers des Heimverzeichnisses. Von Hicksdesign lässt sich die Datei gReader.zip herunterladen , die entpackte Datei greader.rss gehört in den Ordner Library/Safari/Stand/UserStyleSheets, den man unter Umständen selbst anlegen muss. Danach benötigt der Apple-Browser erst einmal einen Neustart. Sobald man Safari neu gestartet hat, ruft man zunächst Google Reader auf. Im Menü des Browser gibt es inzwischen einen neuen Eintrag, Stand, darin findet sich unter SafariStand Setting die Option Site Alterartion. Drückt man auf Add, so legt SafariStand einen neuen Eintrag für die Domain www.google.com an. Der Anwender muss bloß noch einen Haken vor User StyleSheet setzen, die Datei greader.rss auswählen und den Browser ein weiteres Mal neu starten. Fertig ist der Online-Reader im Mac-Style.  

Weitere Browser - und Haken

Erweiterungen, die ein Stylesheet durch eine lokale CSS-Datei ersetzen, gibt es für zahlreiche Browser, andere haben passende Optionen bereits von Haus aus an Bord. Der Autor der alternativen gReader-Stylesheets hält in seinem Blog auch Anleitungen zur Installation in Firefox, Camino, Omniweb und Opera bereit. Ein Problem kann solch ein Eingriff in die Seitendarstellung allerdings bereiten: Wenn Google schwerwiegende Veränderungen am Reader vornimmt, könnte die CSS-Datei nicht mehr passen. Deshalb sollten Anwender Hicks' CSS-Datei stets aktuell halten.

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