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Google arbeitet angeblich an Home-Entertainment-System

13.02.2012 | 06:54 Uhr |

Google-Mitarbeiter sollen die Pläne für Googles großen Einstieg in den Hardware-Markt ausgeplaudert haben. Analysten zeigen sich skeptisch und erwarten vielmehr, dass Google mit Apples Airplay auf der Android-Plattform mithalten will.

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© Google

Google plant mit drahtlosen Geräten zum Streamen von Musik in den Home-Enertainment-Markt einzusteigen, berichtet das Wall Street Journal am letzten Donnerstag. Dabei beruft sich das Magazin auf Google-interne anonyme Quellen, die auch das künftige Streamen von weiteren Medien andeuten.

Hinter der ganzen Idee soll das Android-Team von Google stecken. Das neue System von Google soll noch in diesem Jahr in den Handel kommen und sowohl digitale Inhalte zum Streamen laden als auch direkt auf Lautsprechern wiedergeben oder auch auf weitere Home-Entertainment-Komponenten übertragen können. Im Gespräch soll auch eine Herstellung von Lautsprechern der Marke Google sein.

Google hat bereits einen Fuß im Markt mit seinem cloud-basierten Musik-Dienst Google Music . Anwender des Dienstes, der in Googles soziales Netzwerk Google+ integriert ist, können dort Musik speichern und wiedergeben. Zum Einkaufen von Musik bei Google geht es in den Android-Market, der über Android-Geräte und Internet-Browser erreicht werden kann. Ein klarer Vorteil ist dabei, dass Googles Musik-Format sowohl mit Android als auch iOS kompatibel ist und problemlos beliebige Browser auf Windows-PCs unterstützt.

Auf Anfrage des IDG News Service zur Stellungsnahme hat Google jeden Kommentar abgelehnt. Analysten sind skeptisch, ob Google wirklich in den Home-Entertainment-Hardwaremarkt einsteigen will. Vielmehr erwarten sie, dass Google sich auf ein Gerät konzentriert, dass die Wiedergabe von verschiedenen Medien unterstützt. Brian Blau, ein Marktforscher bei Gartner, rechnet damit, dass Google auf seiner Plattform mit Apples Airplay mithalten will und mit :Google Music an einer direkten Wiedergabe nicht nur auf Android-Smartphones arbeitet. Diese Strategie soll perfekt in Googles bisherige Konzepte passen. "Google startet grundlegende neue Ideen wie das Android Smartphone oder seinen Chrome-OS , aber setzt stets auf enge Zusammenarbeit statt Konkurrenz mit den Hardware-Herstellern", erläutert Blau.

Roger Kay, der Vorstandsvorsitzende von Endpoint Technologies Associates , erwartet, dass Google wahrscheinlich nach der Übernahme von Motorola Mobility im letzten August für seine Hardware-Partner lediglich Prototypen entwickelt, auf denen Googles Software laufen wird. Avi Greengart, einem Analyst für Endkunden-Geräte bei Curent Analysis , sah hingegen in dem Bericht vom letzten Donnerstag nicht genug Information, um auf ein Google-Gerät schließen zu können. Er mutmaßt, dass Google sich weiterhin nur auf den Ausbau seiner Cloud-basierten Dienste konzentrieren will und nebenbei auch nach Hardware Ausschau hält, mit denen darauf zugegriffen werden kann.

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