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Google: Apple weist Google Voice zurück

21.09.2009 | 13:15 Uhr |

Während Apple weiterhin darauf beharrt, dass die Anwendung immer noch einer Überprüfung zur Zulassung im App Store unterliegt, behautet Google dass Google Voice bereits seit Anfang Juli offiziell abgelehnt ist.

Die Auseinandersetzung um den App Store und Google Voice hält weiter an. Auf die Nachfragen von der US-Telekommunikationsbehörde FCC nahm Apple auf seiner Webseite Ende August öffentlich Stellung und stellte richtig, dass Apple die Anwendung Google Voice nicht abgelehnt hat, sondern immer noch im Zulassungsprozess untersucht .

Google hat am letzten Freitag aber Material nachgereicht, laut dem Apple die Anwendung bereits endgültig abgelehnt hat. Der Bericht von Google steht auf der FCC-Webseite zur Verfügung und besagt, dass Phil Schiller, Apples Vizepräsident, in einem Telefongespräch am 7. Juli mit Alan Eustace, Googles Vizepräsident, die Anwendung Google Voice wegen "Ersatz von Kernfunktionalitäten des iPhones" eindeutig abgelehnt hat.

Was nun steckt hinter dieser Aktion? Offenbar ist nach dem Ausscheiden von Googles CEO aus dem Apple Vorstand die Beziehung zwischen Apple und Google eher angespannt. Abgelehnt oder nicht, die Argumentation um die Kernfunktionalität des iPhones ist nicht rein objektiv nachvollziehbar und kann jederzeit von beiden Seiten als böswillige Absicht ausgelegt werden. Schiller hat in den letzten Monaten freizügig Stellung zu Apples Zulassungskriterien zum App Store genommen und berichtet, dass die Anwendung nicht kurzerhand von einem der 40 Prüfer abgefertigt wurde, sondern mittlerweile in höheren Apple-Kreisen gründlich untersucht wird. Dies klingt eindeutig nach politischem Machtspiel.

Ein Pressesprecher von Apple hat mittlerweile zu Googles Bericht Stellung genommen und erneut richtig gestellt, dass Apple die Anwendung Google Voice nicht abgelehnt hat, sondern weiterhin mit Google verhandelt.

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