Von Panagiotis Kolokythas - 01.06.2012, 12:57

Historische Stätten im Web

Google World Wonders Project ist gestartet

Google hat am Donnerstag den Startschuss für das neue World Wonders Project gegeben. Internet-Nutzer erhalten den Zugriff auf 100 historische Stätten in 18 Ländern.
Mit dem neuen World Wonders Project bietet Google den Internet-Nutzern ab sofort die Möglichkeit, im Web historische und kulturelle Stätten zu erkunden. Zum Start von Google World Wonders Project stehen bereits über 100 historische Stätten in 18 Ländern zur Auswahl. Deutschland ist bei dem World Wonders Project derzeit mit dem Kölner Dom und der Thomaskirche vertreten.
Zu jeder Stätte finden sich nicht nur viele Informationen, sondern auch zahlreiche Bilder, 360-Grad-Aufnahmen, Videos und 3D-Modelle. Zum Start liegen die Informationen in englischer und einigen weiteren Sprachen bereit. Die intuitive Oberfläche lädt dazu ein, auf Entdeckungstouren zu gehen und mehr über das Erbe der Menschheit zu erfahren. Wie beispielsweise die historische Stätte von Pompei oder das Friedensdenkmal in Hiroshima. Ebenso vertreten sind die Shark Bay in Australien und der Yosemite-Nationalpark in den USA.
Beim Google World Wonders Project kam die bei Google Street View genutzte Technologien zum Einsatz, wobei natürlich die historischen Stätten oft nicht einfach mit einem Kamera-Auto durchfahren werden konnten. Stattdessen kamen ähnlich wie bei der Erstellung der Aufnahmen von den Fußball-EM-Stadien beispielsweise mit Kameras ausgerüstete Fahrräder und Dreiräder zum Einsatz. Beteiligt an dem Projekt sind neben Google auch die UNESCO, der World Monuments Fund, Getty Images und Ourplaces, die neben Informationen auch Fotos und Bilder beisteuern.
"Wir hoffen, dass World Wonders sich als wertvolle Bildungsressource für Schüler, Studenten und Wissenschaftler erweist", heißt es in der Ankündigung von Google. Dazu finden sich auf der Website vom World Wonders Project auch Zusammenstellungen mit Lehrmaterial, die im Unterricht verwendet werden können. World Wonders selbst versteht Google als Teil seines Engagements, um Kultur online zu bewahren und so auch für jedermann zugänglich zu machen. In der Vergangenheit hatte das für World Wonders Project zuständige Google Cultural Institute bereits hochauflösende Bilder der Schriftrollen vom Toten Meer und Archive berühmter und historischer Persönlichkeiten wie Nelson Mandela digitalisiert und veröffentlicht.
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