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Google blockiert künftig 100.000 neue Suchbegriffe

18.11.2013 | 12:27 Uhr |

Im Kampf gegen Kinderpornographie kündigt Google weitere Maßnahmen an. So sollen künftig entsprechende Suchanfragen besser blockiert werden.

Den Behörden in Kanada gelang in der vergangenen Woche ein Schlag gegen einen Kinderpornographie-Ring, bei dem knapp 350 Personen verhaftet und fast 390 Kinder aus den Fängen ihrer Peiniger befreit werden konnte. In einem Gastbeitrag in der britischen Daily Mail kündigt Google-Chef Eric Schmidt nun schärfere Maßnahmen gegen Kinderpornographie in der Google-Suche an.

Demnach hätten in den letzten drei Monaten über 200 Google-Mitarbeiter an einer neuen Technologie gearbeitet, die verhindern soll, dass Links zu kinderpornographischen Inhalten in der Google Suche auftauchen können. Er räumt in dem Beitrag aber auch ein, dass "kein Algorithmus perfekt" sei und Google auch nicht verhindern könne, dass Pädophile immer neue Bilder und Inhalte im Web veröffentlichen können. Aus diesem Grund würden künftig über 100.000 Suchanfragen seitens Google geblockt, die im Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern stehen könnten. Die Änderungen an der Suchmaschine sollen in Kürze in allen 150 Sprachversionen von Google ausgerollt werden. Die Auswirkungen, so betont es Schmidt, seien in der Tat globaler Natur.

In dem Gastbeitrag weist Schmidt darauf hin, dass man bereits jetzt zur Abschreckung von Pädophilen bei ungefähr 13.000 Suchanfragen bereits Warnhinweise einblende, die deutlich machen, dass der Missbrauch von Kindern illegal ist und die auch Hinweise enthalten, wo diesen Erwachsenen geholfen werden kann.

Viel wichtiger sei der Einsatz einer Bilderkennungstechnologie, die dabei helfe, potentiell kinderpornographische Bilder zu erkennen. Schmidt würdigt Microsoft, dass diese Technologie entwickelt und zur Verfügung gestellt habe. Letztendlich müsse aber immer ein Mensch bei den zunächst aussortierten Bildern entscheiden, ob auf dem Bild ein Kind missbraucht wird oder ob es sich um ein harmloses Kinderfoto handle. Sobald letzteres festgestellt werde, erhalte das Bild einen einzigartigen digitalen Fingerabdruck. Auch Youtube habe ein neue Technologie entwickelt, um entsprechende Inhalte in Videos entdecken zu können.

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