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Google darf Double Click übernehmen - Grünes Licht der EU

12.03.2008 | 10:02 Uhr |

Der US-Internetkonzern Google darf das Online-Werbeunternehmen DoubleClick ohne Auflagen übernehmen.

Nach der US-Wettbewerbsaufsicht genehmigte nun auch die EU-Kommission das Geschäft mit einem Wert von 3,1 Milliarden Dollar (2 Mrd Euro). Die freie Konkurrenz bei der Vermittlung von Online-Werbung werde mit der Transaktion nicht behindert, entschied die EU-Behörde nach einer mehrmonatigen Prüfung in Straßburg. Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten im November 2007 wegen schwerer Bedenken eine gründliche Prüfung des Vorhabens begonnen. Sie befürchteten zunächst Verwerfungen bei der Werbe-Vermittlung im Onlinemarkt. Einer ihrer Fragen lautete, ob ein selbstständig gebliebenes Unternehmen DoubleClick zu einem ernsthaften Konkurrenten für Google geworden wäre. Die Kommission kam nun zu dem Schluss, dass auch nach dem Zusammenschluss ausreichend starke Konkurrenten für den neuen Verbund gebe. Google verdient einen Großteil seines Umsatzes mit Textanzeigen, die neben Suchergebnissen erscheinen. DoubleClick bietet Software und Dienstleistungen für Online-Werbung und E-Mail-Marketing an, mit der Unternehmen gezielt Werbung schalten können. Google-Konkurrenten wie Microsoft und Yahoo! hatten moniert, die Übernahme beeinträchtige den Wettbewerb in dem lukrativen Markt für Werbung im Internet. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Genehmigung der EU-Kommission kritisiert. Die beiden Unternehmen könnten damit in Zukunft das Surfverhalten von Millionen von Internetnutzern beobachten, sagte Schaar „Zeit Online“. Er fügte hinzu: „Für einen Datenschützer ist das eine beunruhigende Konzentration.“ (dpa)

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