1014958

Mathematica-Entwickler will intelligente Websuche starten

09.03.2009 | 14:10 Uhr |

Die Websuche soll schlauer werden: Stephen Wolfram, Entwickler der Mathe-Software Mathematica, will in Kürze einen Webdienst starten, der echte Fragen der Nutzer semantisch verstehen soll und gleich die passenden Antworten liefert.

Wolfram Alpha
Vergrößern Wolfram Alpha

Geht es nach dem Mathematiker Stephen Wolfram, soll das Internet seine Nutzer bald tatsächlich verstehen können. "Welche Stadt ist Kolumbiens Hauptstadt?", "Wer schrieb Krieg und Frieden?". Wolfram will einen Weg gefunden haben, wie die Suchserver die Semantik der Fragen verstehen und gleich die richtige Antwort als Suchergebnis liefern. Der Brite Wolfram nennt das Projekt "Wolfram Alpha". Noch im Mai soll der Dienst online gehen.

Die Idee, menschliche Sprache für Maschinen verständlich zu machen, ist seit langem ein Arbeitsfeld vieler Wissenschaftler. Viele Experten glauben zudem, dass Suchmaschinen der Zukunft in erster Linie auf diesem Prinzip basieren werden. Noch konnte dies allerdings niemand praxistauglich umsetzen. Mithilfe von Mathematica und von Wolframs entwickelter Wissenschaftstheorie "New Kind of Science" (NKS) soll die Grundlage für die Sprachfähigkeiten der Maschinen entstanden sein. Die Webseite zu dem Dienst existiert bereits, ist jedoch noch nicht funktionsfähig.

Es bleibt abzuwarten, wie gut und flexibel Stephen Wolframs Entwicklung tatsächlich ist. Einfache Fragen wie nach der Hauptstadt eines Landes kann eine Suchmaschine wie Google auch alleine anhand der verwendeten Stichworte durch passende Suchergebnisse beantworten. Wolfram Alpha soll darüber hinaus gehen und nicht nur die Fragen beantworten können, die so schon einmal gestellt wurden. Erst wenn die Technik tatsächlich ganze Sätze verstehen und mit anderen Inhalten in einen Zusammenhang bringen kann, ist hier tatsächlich ein großer Fortschritt gemacht worden.

Info: Wolfram Blog

0 Kommentare zu diesem Artikel
1014958