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Google entfernt 30.000 Links aus seiner Suche

26.04.2013 | 09:01 Uhr |

Wie schon in letztem Jahr hat Google den Transparenzbericht veröffentlicht: Darin sind die Regierungsanfragen zusammengefasst, bestimmte Inhalte aus Googles Suche zu entfernen.

Demnach hat das Unternehmen von seiner Suche rund 30.000 Seiten im letzten Jahr ausgeschlossen. Diese Zahl sieht noch moderat aus, wenn man sie mit den von Google ausgeschlossenen Seiten 2010 vergleicht. Vor drei Jahren hat die Suchmaschine mehr als 100.000 Seiten vom Index genommen. Diese Aufräum-Aktion war einem Gerichtsbeschluss aus Argentinien geschuldet. Massiv gestiegen sind die Anfragen von Regierungsbehörden.

Im letzten Jahr hat Google rund 3200 solche Anfragen bearbeitet, vor zwei Jahren waren es noch ungefähr 2000. Die eingereichten Löschungsersuche spiegeln die politische und kulturelle Entwicklung weltweit: So sorgte im letzten Jahr das kontroverse Video " Innocence of Muslims " fürs Aufregen, das Youtube-Clip ist derzeit in einigen Ländern nicht aufrufbar. In Brasilien hat man den letzten Wahlkampf auch im Netz ausgetragen , denn brasilianische Politiker haben versucht, unpassende Inhalte von Konkurrenten direkt bei Google löschen zu lassen. In Russland haben die Politiker im Herbst ein kontroverses Gesetz zu Information, Informationstechnologien und Informationsschutz verabschiedet, das Inhalte zu dem Themen Selbstmord und Drogen verbietet. Das Gesetz ist jedoch schwammig formuliert und nicht durchdacht. Nicht nur Google musste einige Inhalte löschen oder den Zugang beschränken, selbst Wikipedia und Yandex waren im Land kurze Zeit nicht erreichbar .

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