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Google führt Zweiklassengesellschaft für neuen Gmail-Dienst ein

15.01.2014 | 09:30 Uhr |

So genannte High-Profile-Nutzer von Google+ können per Default-Einstellung keine Gmails von Nutzern außerhalb ihrer Kreise empfangen.

In dieser Woche führte Google eine neue Funktion für all diejenigen Nutzer ein, die auf Google+ registriert sind und ein Gmail-Konto haben. Die automatische Voreinstellung erlaubt es dabei jedem Google+-Mitglied, Ihnen eine Email über Gmail zu schreiben, obwohl er gar nicht im Besitz ihrer Mail-Adresse ist.

Die entsprechende Option findet sich in den Gmail-Einstellungen unter „E-Mail über Google+“ und „Allgemein“. Auf die Frage "Wer darf mir über mein Google+ Profil E-Mails senden?" ist dort seit Einführung des Features standardmäßig "Jeder auf Google+" voreingestellt. Wer von Fremden keine Mails bekommen möchte, muss die Funktion händisch auf "Erweiterte Kreise", "Kreise" oder "Niemand" eingrenzen. Diese Vorgehensweise gilt zumindest für „normale“ Google+-Nutzer.

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Wie nun bekannt wurde, hat Google für die neue Mail-Option anscheinend eine Zweiklassengesellschaft eingeführt. Denn bei so genannten High-Profile-Google+-Mitgliedern, also Personen des Öffentlichen Lebens oder Nutzer mit besonders vielen Google+-Freunden, sehen die Voreinstellungen anders aus. Anstatt von jedem Google+-Mitglied kann dieser spezielle Nutzerkreis nur von Personen per Gmail kontaktiert werden, die vorher händisch in Kreise einsortiert wurden. Bei Datenschützern und Nutzern stößt diese Trennung auf Kritik, da Google damit augenscheinlich nur die Privatsphäre von bestimmten Nutzern respektiert.

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