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Google stellt sich auf Safari 3 ein

30.04.2007 | 08:53 Uhr |

Aktuelle Entwicklerversionen des WebKit, des Unterbaus von Safari, lassen auf eine engere Zusammenarbeit des Entwicklerteams mit Google schließen.

Einen WebKit-Build kann sich jeder herunterladen , es zeigt den aktuellen Entwicklungsstand der HTML-Render-Bibliothek, die sich OmniWeb, Shiira und dem Linux-Browser Konqueror mit Apples Browser teilen. Neue Builds verwenden zwar die Oberfläche der aktuellen Safari-Version 2, der HTML-Renderer aber ist bereits eine Vorversion dessen, was Mac-Anwender mit Safari 3 in Leopard erwartet. Mit Googles Mail-Dienst sowie dem Online-Büropaket "Text & Tabellen" arbeiten die neuesten WebKit-Builds besser zusammen.

Wer Googles Dienstleistungen verwenden will, ist bislang mit Firefox besser aufgehoben als mit Apples Browser. Safari nämlich öffnet im Gegensatz zum Mozilla-Browser die Online-Anwendung Text & Tabellen gar nicht und in Google Mail zeigt der Browser die Funktionssleiste für WYSIWYG-Formulare (What you see is what you get) nicht an, E-Mails mit Textformatierungen und Bildern lassen sich deshalb nicht erstellen. Anders verhält es sich mit aktuellen Nightly Builds des WebKit, stellt das Blog Hawk Wings fest : Alle Funktionen in den Google-Angeboten lassen sich aufrufen, die Tastaturkürzel allerdings nur eingeschränkt benutzen. Ein Blick auf Who am I zeigt: Safari identifiziert sich Web-Seiten gegenüber mit dem String Mozilla/5.0 AppleWebKit/419 (KHTML, like Gecko) Safari/419.3, das WebKit ersetzt lediglich die Versionsummer 419 durch 420+. Googles Angebote nun scheinen diesen feinen Unterschied zu erkennen: Safari-Anwender leitet "Text & Tabellen" auf eine Fehlermeldung um: "Google Text unterstützt bald auch Safari", heißt es da. Verwendet man allerdings eine neue WebKit-Version, dann greift diese Weiche nicht: Mit der Versionsnummer 420+ erscheint sowohl die "Text & Tabellen"-Hauptseite als auch die Formatierungsleiste in Google Mail. Das dürfte dafür sprechen, dass sich die Entwickler des Suchmaschinenriesen mit den neuen Möglichkeiten in Safari 3 befasst haben und davon ausgehen, dass der Apple-Browser seine Schwierigkeiten mit WYSIWYG-Formularen ab Mac OS X 10.5 überwindet. Für den Safari-Anwender ist das nicht nur in Verbindung mit Googles Angeboten ein Vorteil. Und wer nach einem Hinweis sucht, in welchen Punkten Apple in Zukunft enger mit Google zusammenarbeiten will - das haben beide Firmen mehrfach angekündigt, könnte hier fündig geworden sein. "Text & Tabellen" wäre auch auf dem iPhone eine Möglichkeit, Office-Dateien zu öffnen.

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