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Google will Drive-Dateien vor Prism-Zugriffen schützen

19.07.2013 | 06:38 Uhr |

Google soll derzeit Testläufe durchführen, um die auf Google Drive abgelegten Inhalte vor staatlichen Zugriffen zu schützen.

Noch unbestätigte Quellen wollen erfahren haben, dass Google die im Cloudspeicher Drive abgelegten Daten durch neue Verschlüsselungstechniken vor einem staatlichen Zugriff schützen möchte. Bislang sei nur ein geringer Teil der hier online abgelegten Daten entsprechend geschützt.

Mit diesem Vorhaben könnte Google das Vertrauen der Nutzer wieder aufbauen, die mittlerweile bei jedem US-Unternehmen eine Hintertür zu staatlichen Kontrollen durch die NSA vermuten. Eine komplette Verschlüsselung könnte derartigen Zugriffen einen Riegel vorschieben.

Bislang setzen viele Anbieter auf eine verschlüsselte Datenverbindung durch HTTPS . Damit wird jedoch nur der Transport der Dateien geschützt, auf dem Webspeicher ist der Zugriff durch staatliche Stellen durchaus noch möglich. Eine verschlüsselte Ablage der Daten in der Cloud hätte jedoch auch Nachteile. So lassen sich derart geschützte Dateien nur schwer durchsuchen, auch der Rechenaufwand für das Ver- und Entschlüsseln würde die Server oder heimischen Rechner belasten.

Ob Google diese Probleme umgehen kann und tatsächlich an einer derartigen Verschlüsselung privater Dateien arbeitet, lässt sich bislang noch nicht bestätigen.

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