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Google will Street View anonymisieren

03.12.2007 | 13:11 Uhr |

Aufgrund ethischer Bedenken erwägt Google die Abänderung der Bilder in Google Maps Street View, um die Privatsphäre von Personen in den Bildern zu gewährleisten.

Jane Horvath, die Rechtsberaterin in Sachen Privatsphäre für Google, hat am letzten Donnerstag in San Francisco angekündigt, dass für Europa und Kanada Nummernschilder und Gesichter unkenntlich dargestellt werden. Street View wurde von Immersive Media für Google entwickelt. Autos mit speziellen Kameras fahren durch Städte und nehmen 360-Grad Panoramabilder auf. Die Bilder sind so klar, dass Personen, die zufällig in diesen Aufnahmen sind, identifiziert werden können. Kurz nach dem Start mit 15 Städten in den USA sind reihenweise Beschwerden bei Google eingegangen und Google ermöglicht die Entfernung von Bildern durch die dargestellten Personen.

Nach USA-Recht darf Google alle Bilder von öffentlichen Plätzen ohne Genehmigung der dargestellten Personen veröffentlichen. Die Rechtsgebung zum Schutz der Privatsphäre in der europäischen Union und in Kanada sieht das wesentlich enger.

Horvath fügt hinzu, dass Google auch für die US-Version von Street View die Anonymisierung plant. „Unsere Produkte sind flexibel und wir sind gerne zu Änderungen bereit, damit die Anwender uns vertrauen und ihre Informationen in guten Händen wissen.“

Letztendlich reduziert Horvath die ethische Bedenken auf die folgende Frage: “Muss Privatsphäre durch Gesetze geschützt werden oder kann im Prinzip auch ein zufrieden stellendes Anrecht auf Anonymität gewährleistet werden?“

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