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Google will mit Yahoo kooperieren

09.05.2008 | 14:12 Uhr |

Google will bei der Online-Werbung langfristig mit Yahoo zusammenarbeiten. Zudem will Google Yahoo von Microsoft fernhalten.

Der Internet-Konzern Google setzt auf eine langfristig angelegte Werbe-Partnerschaft mit dem Konkurrenten Yahoo. "Wir haben mit Yahoo gesprochen und sind sehr erfreut, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir teilen viele Werte mit ihnen", sagte Google-Mitgründer Sergej Brin vor Journalisten. Weder Brin noch Google-Chef Eric Schmidt wollten Angaben zum Stand der Verhandlungen nach dem Ende einer zweiwöchigen Testphase machen. Schmidt betonte am Donnerstag aber, Yahoo unbedingt vom weltgrößten Softwarekonzern Microsoft fernhalten zu wollen.

Google als starker Partner für Yahoo

Microsoft hatte am vergangenen Wochenende ein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar (31 Mrd. Euro) erhöhtes Kaufangebot für Yahoo zurückgezogen. Die Parteien hatten sich nicht auf einen Preis einigen können. Der Windows-Konzern wollte mit der Übernahme die Dominanz von Google bei Online-Suche und Internet-Werbung verschärft attackieren. Als einen Grund für die Rücknahme des Angebots hatte Microsoft auch die mögliche Kooperation von Yahoo mit dem Rivalen Google genannt.

Eine Vereinbarung mit Google könnte Yahoo laut US-Medien Zusatzeinnahmen von rund einer Milliarde Dollar bringen. Allerdings drohen Bedenken der Wettbewerbshüter, da die beiden etwa in den USA gemeinsam mehr als 80 Prozent des Online-Werbemarktes beherrschen. Nach dem Platzen des Kaufs durch Microsoft halten sich unterdessen hartnäckig Spekulationen über einen neuen Anlauf. Der Grund: Eine Reihe von Yahoo-Großaktionären ist über die Weigerung von Yahoo sehr verärgert. Einige Anteilseigner klagten bereits gegen das Unternehmen und fordern Schadensersatz.

Microsoft gibt zunächst auf

Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass Microsoft seine Entscheidung nicht kurzfristig ändern wird. So machte der Konzern seine ursprünglichen Vorbereitungen für eine feindliche Übernahme laut dem Wall Street Journal wieder rückgängig. Die von Microsoft als mögliche Interessensvertreter im Yahoo-Verwaltungsrat vorgesehenen Personen seien schriftlich informiert worden, dass die Aufgabe nun hinfällig sei. Der Konzern hatte mehrfach gedroht, über das Gremium eine Übernahme auch gegen den Widerstand der Yahoo-Spitze zu erzwingen.

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