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Google erhöht Garantie für Apps

17.01.2011 | 07:11 Uhr |

Auch geplante Wartungsintervalle und alle Ausfallzeiten von weniger als zehn Minuten zählen künftig als Downtime, wenn Google 99,9 Prozent Verfügbarkeit garantiert. Als noch besseren Anreiz für die Unternehmenskunden schlagen Analysten aber auch Rückzahlungen vor, wenn diese Garantie nicht erfüllt wird

Google Docs
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Google ändert das Kleingedruckte in den Wartungsverträgen und will in Zukunft die garantierte Verfügbarkeit seiner Programme schärfer überwachen, versprach Google in einer Pressemitteilung am letzten Freitag. Bisher zählte Google nur Service-Ausfälle von mindestens zehn Minuten als offizielle "Downtime", aber künftig wird jegliche Ausfallszeit angerechnet.

Für seine E-Mail-Dienste für Geschäftskunden und den Bildungsbereich verspricht Google auch weiterhin eine Online-Verfügbarkeit für 99,9 Prozent der Zeit. Neu ist, dass Google jetzt aber auch Ausfälle wegen geplanten Wartungsarbeiten einbeziehen will.

Der Schritt kommt zu rechten Zeit, als die Konkurrenz in diesem umkämpften Marktsegment im letzten Jahr immer schärfer wurde und Google sich gegen Dienste von Microsoft und IBMs Lotus messen muss. Ursprünglich entwickelte Google seine Programm-Pakete für lediglich Privatkunden und kleinere Unternehmen, aber hat seitdem kontinuierlich neue Features hinzugefügt , die auch die Anforderungen von IT-Abteilungen für Großkunden erfüllen. Im letzten Jahr schließlich konzentrierte sich Google auf die Anwerbung von Unternehmenkunden .

Matthew Cain, ein Analyst bei Gartner, lobt Googles Entscheidung, die Garantieleistungen vorteilhafter für die Kunden zu gestalten. "Cloud-basierte E-Mail-Dienste stehen unter hohem Konkurrenzdruck", berichtete Cain und fügt hinzu: "Ein guter nächster Schritt wäre nun statt der üblichen kostenlosen Vertragsverlängerung das Angebot zur Erstattung der Gebühren, wenn die garantierte Verfügbarkeit nicht gewährleistet ist."

Für 2010 veröffentlichte Google seine Statistiken und erreichte demnach einen Verfügbarkeitsgrad von 99,984 Prozent für Google Apps für Privat- und Unternehmenskunden. In dieser Statistik sind jedoch nicht Kern-Programme wie Kalender , Docs , Sites und Videos einbezogen, obwohl diese auch durch die 99,9-Prozent-Online-Verfügbarkeitsgarantie beim Einsatz in Unternehmens- und Bildungsbereich abgedeckt sind. Google Apps für Unternehmenskunden (ursprünglich Google Premier genannt) kostet pro Anwender pro Jahr 40 Euro und ist kostenlos für den Bildungsbereich. Die Standard-Programme von Google Apps sind für den Privateinsatz kostenfrei.

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