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Fehlerhafte Grafik-Chips kosten Nvidia 43,6 Millionen US-Dollar

17.03.2009 | 10:22 Uhr |

In den letzten sechs Monaten wurde nur ein Drittel der von Nividia veranschlagten Summe für Austausch der Chips unter Garantie verbraucht und ein Softwareupdate versucht die Chipausfallraten zu minimieren, indem in Laptops der Lüfter öfter läuft. Doch die Kosten sind kaum abzusehen, da jetzt Investoren und Kunden auf Fahrlässigkeit klagen.

Der Grafikchip-Hersteller Nvidia hat in seinem letzten Steuerjahr 43,6 Millionen US-Dollar aufgewendet, um Graphikchips mit zu schwacher Leiterplatte unter Garantie auszutauschen. Nvidia gab diese Zahlen am letzten Freitag bekannt.

Im Juli 2008 hatte Nvidia in seinem Jahresbudget vom Gewinn des zweiten Quartals 196 Millionen US-Dollar reserviert, um die Kosten für Garantieleistungen und Ersatz von fehlerhaften Grafikchip-Platinen zu decken. Für Nvidia endete das finanzielle Jahr am 25. Januar und der Jahresbericht an die Börsenaufsichtsbehörde enthält den Posten der 196 Millionen US-Dollar, wovon bis Ende Januar 32 Prozent aufgewendet wurden.

Neben der Reservierung der Millionen in Erwartung steigender Austauschkosten hat Nvidia an Computerhersteller ein Software-Update weitergeleitet, womit in Laptops der Lüfter häufiger angeschaltet wird, um hitzebedingte Spannungen der Grafikchips zu minimieren.

Gemäß den Buchhaltungsrichtlinien der USA ist die Firma verpflichtet, ausreichend Mittel einzuplanen und zur Verfügung zu stellen. Laut dem Bericht an die Börsenaufsichtsbehörde schätzt Nvidia offensichtlich, dass die 196 Millionen US-Dollar alle weiteren Kosten der fehlerhaften Produktion abdecken, denn es wurde kein weiteres Geld im Jahresbudget für Garantieleistungen reserviert. Nvidia steht aber weitere Kosten bevor. Der Grafikchip-Hersteller wurde von Kunden und Investoren auf Schadensersatz verklagt, da sie Nvidias Herstellung, Vertrieb und Austausch-Verfahren der fehlerhaften Grafikchips für strafbare Fahrlässigkeit halten.

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