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Grafikkarten-Spezialist Nvidia büßt für Materialfehler

16.08.2010 | 07:08 Uhr |

Ein technischer Fehler aus der Vergangenheit hat Nvidia eingeholt. Nicht zuletzt deshalb stürzte der Grafikkarten- Spezialist im zweiten Geschäftsquartal (bis 1. August) wieder tief in die roten Zahlen.

Nvidias kleine Revolution
Vergrößern Nvidias kleine Revolution

Unterm Strich verlor Nvidia 141 Millionen Dollar (110 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag berichtete. Selbst im krisengezeichneten Vorjahreszeitraum hatte das Minus lediglich bei 105 Millionen Dollar gelegen.

Die Altlast stammt aus dem Jahr 2008: Ein Materialfehler hatte bei hohen Temperaturen die Chips in Notebooks lahmgelegt. Für die Beseitigung des Fehlers und eine laufende Schadenersatzklage legte Nvidia nun knapp 194 Millionen Dollar zurück. Vor zwei Jahren hatte der Konzern schon einmal soviel Geld aufgewendet - und versprochen, dass das Problem damit aus der Welt sei.

Zudem wurde Nvidia ein schleppend laufendes Geschäft in Europa und Asien zum Verhängnis. Die Kunden griffen vermehrt zu billigen Grafikkarten oder Computern mit integrierter Grafik. Der Umsatz lag mit 811 Millionen Dollar um magere 5 Prozent über Vorjahr. Wegen des Booms zu Jahresbeginn quellen die Lager über - Nvidia muss die teure Hardware abschreiben.

Nvidia hatte bereits vor dem schwachen Lauf gewarnt. Bis dahin hatte es so ausgesehen, als ob der Aufschwung in der Computerbranche auch Nvidia zu neuen Höhen führt. Der Konzern hatte nach roten Zahlen im Krisenjahr 2009 im ersten Quartal wieder ordentliche Gewinne geschrieben und wollte eigentlich daran anknüpfen. Nvidia konkurriert mit AMD und Intel.

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