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Gravis will Computerabteilungen der Karstadt-Warenhäuser übernehmen

15.10.2007 | 09:51 Uhr |

Die Mac-Händler drängen in die Fußgängerzonen: Während in den Läden der Media-Saturn-Holding immer mehr Apple Shops entstehen (wir berichteten), hat nun auch die Berliner Handelskette Gravis ihre Eintrittskarte in gut besuchte Einkaufszentren gelöst.

Das Berliner Unternehmen will den Hardware- und Computerereich in den Karstadt-Warenhäusern übernehmen. Gegen Medienberichte, der Apple-Händler solle dort vor allem Produkte für die Windows-Welt verkaufen, wehrt sich Gravis in einer internen Mail.

Am Montag werden Gravis und Arcandor offiziell bekannt geben, was Spiegel Online bereits am Wochenende publik gemacht hat : Die beiden Unternehmen haben eine Grundsatzvereinbarung getroffen, die die Übernahme der Multimediabteilungen in Karstadt-Filialen durch den Berliner Apple-Händler vorsieht. Zunächst ist eine Pilotphase geplant, die noch in diesem Jahr beginnen wird. Spiegel Online bezieht sich auf Informationen von Branchenkennern und geht von einem sechs Monate dauernden Test in drei Filialen aus, später solle das Konzept flächendeckend auf alle 90 Filialen übertragen werden. Der Darstellung, bei Karstadt solle "Gravis vor allem Produkte für die Windows-Welt verkaufen", widerspricht das Unternehmen allerdings vehement. In einer internen Mail an Mitarbeiter stellt die Geschäftsführung klar: Zu Beginn der Pilotphase werde das Unternehmen in den Karstadt-Filialen nur das Sortiment anbieten, das auch in den eigenen Stores zu haben ist. Erst später werde man prüfen, ob und in welchem Umfang man es um Windows-PCs und -Peripherie erweitern müsse. Wo die erste Gravis-Filiale in einer Karstadt-Niederlassung entsehen werde, stehe noch nicht fest. Für Gravis ist der Deal eine Chance, über das bisherige Kerngeschäft hinaus zu wachsen. Die Karstadt-Filialen in bester Innenstadt-Lage sind aber auch eine Alternative zu den Apple Shops in Saturn und Mediamarkt, die ebenfalls in Fußgängerzonen und großen Einkaufzentren präsent sind. Mit dem Shop-in-Shop-Konzept hat Gravis bereits mehrere Jahre lang Erfahrungen gesammelt und betreibt kleinere Filialen in Niederlassungen der Münchner Buchhandlung Hugendubel sowie der Stuttgarter Breuninger GmbH. Das Geschäft mit Arcandor allerdings scheint solche Dimensionen zu sprengen: Zwischen 300 und 400 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen in jeder Karstadt-Filiale zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Apple Shop in der Hamburger Saturn-Niederlassung bietet gerade einmal 80 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bild: Karstadt

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