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Investor: Microsoft sollte Steve Ballmer ersetzen

27.05.2011 | 06:39 Uhr |

David Einhorn, Präsident von Greenlight Capital Inc., hat den Microsoft-Vorstand aufgefordert, Steve Ballmer zu ersetzen, da der Konzern unter seinem "Charly Brown Management" leide.

Steve Ballmer
Vergrößern Steve Ballmer

Einhorns Auffassung zufolge, ist Steve Ballmer der Grund für Microsofts sinkende Aktienkurse. Auf der Ira Sohn Investment Conference in New York forderte er den Konzern auf, einen Nachfolger für Ballmer einzusetzen. Der 55-jährige Microsoft-Chef war in den letzten Monaten unter den Investoren zunehmend in die Kritik geraten, da der Konzern durch die steigende Nachfrage nach Tablet-Geräten mit Apple- und Google-Betriebssystemen zunehmend Marktanteile im PC-Sektor verloren hatte. Im vergangenen Jahr wurden Ballmer sogar Teile seiner Bonuszahlungen gestrichen, weil er es nicht geschafft hatte, das gewünschte Wachstum im mobilen Sektor umzusetzen.

Der New Yorker Hedge Fund Greenlight Capital Inc. hält Microsoft-Aktien im Wert von 230,2 Millionen US-Dollar (162,2 Millionen Euro) und zeigt sich von den sinkenden Kursen des Unternehmens verärgert. Im Standard & Poor’s 500 Index fuhr Microsoft in den vergangenen drei Geschäftsquartalen jeweils ein Minus ein. Den Mammut-Anteil an Microsoft hält noch immer Gründer Bill Gates mit 6,7 Prozent. Auf Platz zwei folgt bereits Steve Ballmer, dem vier Prozent des Unternehmens gehören.

Einhorn geriet vor drei Jahren in die Schlagzeilen, da er finanziell enorm von Wetten gegen die Lehman Brothers Holdings Inc. profitierte – vier Monate, bevor die Bank 2008 pleite ging. Seit 2006 ist er ein regelmäßiger Redner auf der Ira Sohn Investment Conference.

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