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Greenpeace fliegt wegen schlechten Benehmens von der MacExpo

27.10.2006 | 11:05 Uhr |

Am ersten Tag der MacExpo in London haben Sicherheitsleute der Messe Greenpeace-Mitarbeiter der Ausstellung verwiesen und den Stand der Umweltschutzorganisation geschlossen, nachdem Aktivisten trotz einer Warnung ihr Verhalten nicht geändert hatten.

Fremde Werbe-Materialien mit eigenen ausgetauscht?

Greenpeace hatte einen offiziellen Stand auf der Mac-Messe gemietet, um auf die "Green My Apple"-Kampagne der Organisation hinzuweisen. Die Aktion richtet sich gegen Apples Umweltschutzpraktiken und will den Mac-Hersteller dazu bringen, keine giftigen Stoffe in seinen Produkten zu verbauen sowie sämtliches Equipment in einem umfangreicheren Recycling-Programm als bisher zurückzunehmen. Nach Angaben von Bob Denton, dem Event-Direktor der MacExpo, hat der Greenpeace-Verweis nichts mit dem Stand oder dem verteilten Info-Material zu tun. "Sie haben Geld bezahlt und hatten das Recht auf der Show zu sein", erklärte der Direktor. Probleme gab es erst, als zwölf Greenpeace-Aktivisten im Eingangsbereich der Messe Flyers und Äpfel an die Besucher verteilten, schreibt Macworld UK. "Wir wollen, dass die Leute cool und ruhig auf die Show kommen", so Denton. Er erklärte den Greenpeace-Vertretern, dass zwei der Aktivisten im Show-Bereich neben dem Stand stehen dürften, man eine Ansammlung im Empfangsbereich jedoch vermeiden wolle. Dann folgten Beschwerden von vier Besuchern und fünf Ausstellern, darunter auch Apple, über das Benehmen der Umweltschutz-Hüter. Die Aktivisten sollen die Stände anderer Aussteller für Spaß-Fotos benutzt und die ausgelegten Werbe-Materialien mit eigenen ausgetauscht haben.

"Sie haben es darauf angelegt einen Konflikt auszulösen"

Zum Höhepunkt kam es, als sich eine Frau darüber beschwerte, dass die Greenpeace-Vertreter eine Apfel in ihren Kinderwagen gelegt hatten und davon Fotos machten. Messe-Chef Denton erklärte den Aktivisten daraufhin, dass er das Recht hätte sie aufgrund der Vertragsbedingungen von der Messe auszuschließen, wenn sie sich nicht vernünftig aufführen würden. Nach weiteren Beschwerden im Laufe des Tages ließ Denton den Stand schließen. "Sie haben es darauf angelegt einen Konflikt auszulösen," so Denton, "das war ihr offensichtliches Motiv und ich hatte das Recht sie hinauszuwerfen".

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