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Grenzen für Googles Marktmacht gefordert

14.06.2007 | 14:47 Uhr |

Denise Kingsmill, früheres Mitglied der EU Wettbewerbskommission, hat Googles Marktmacht kritisiert. Für den Online-Werbemarkt in Großbritannien forderte sie eine Untersuchung durch die Behörden.

Kingsmill beruft sich in der Financial Times auf eine Studie, nach der über Google 77 Prozent aller Suchabfragen in Großbritannien durchgeführt werden. Laut Zahlen des Internet Advertising Bureau habe Google einen Anteil von 43 Prozent am gesamten britischen Online-Werbemarkt. Damit verfüge das Unternehmen über eine riesige Marktmacht.

Die marktbeherrschende Stellung des Unternehmens berge einige „Risiken für Firmen und Konsumenten“, schreibt Kingsmill. Mit der Übernahme von Doubleclick habe Google seine Position zudem gestärkt. Besonders kleine Firmen mit einem Online-Vertrieb seien auf Google als Suchmaschine angewiesen.

Kingsmill zeigte sich ebenfalls über die riesigen Datenmengen besorgt, die Google über seine Nutzer sammelt. Hier müsse geprüft werden, ob die Privatsphäre der Internet-Nutzer noch gesichert sei. Nationale und europäische Behörden sollten zukünftige Firmenaufkäufe von Google kritisch prüfen. Kingsmill forderte eine Untersuchung des britischen Online-Marktes. Sollte es konsumentenfeindliche Monopole geben, müsse die Wettbewerbsbehörde eingreifen.

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