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Grimmiger Wettbewerb

25.02.2005 | 13:09 Uhr |

So lange die beiden Unternehmen darauf achten, sich in vitalen Bereichen nicht in die Quere zu kommen, bleiben sie gute Partner - sagt Adobes CEO Bruce Chizen

In einem Interview mit Cnet bestätigte Chizen, dass Apple immer noch ein wichtiger Partner für Adobe sei: "Rund 25 Prozent unseres Geschäfts kommt von Mac-Anwendern. " Diese Prozentzahl schrumpft jedoch jährlich, was nicht nur an dem Erfolg von Adobe liegen dürfte, Acrobat in immer mehr Unternehmen zu etablieren, die wie der gesamte Enterprise-Bereich von Windows dominiert ist. Trotzdem sei Adobe Chizen zufolge immer noch der größte unabhängige Anbieter von Mac-Software: Apple sei ein sehr treuer Kunde für Adobe und ein sehr wichtiger dazu. Adobe sei ein ebenso wichtiger Kunde für Apple. So sei es im Interesse beider Firmen, Partner zu bleiben, wobei beide Firmen einen "ziemlich guten Job machten:", so Chizen.

Trotzdem gäbe es einige Felder, in dem die Firmen konkurrieren - vor allem im Videobereich, und hier habe man sich auf einen Wettbewerb geeinigt. "Auf einen grimmigen Wettbewerb". Tatsächlich schien die Partnerschaft zwischen Adobe und Apple schon einige Male sehr strapaziert. Etwa als Apple mit iPhoto einen direkten Konkurrenten für Adobes Photoshop Album entwickelte. Unbestätigten Insiderinformationen haben sich Apple und Adobe wohl darauf geeinigt, dass Apple iPhoto im Gegensatz zu iTunes nicht für Windows entwickelt. Dies könnte ein Grund sein, warum der iPod Photo ebenfalls mit iTunes statt iPhoto arbeitet. Noch härter ist die Konkurrenz im von Chizen angesprochene Videobereich. Hier führte Apples Engagement mit der Reihe der Final-Cut-Pro-Produkte dazu, dass Adobe die Weiterentwicklung von Premiere für Mac einstellte.

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