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Große Fernseher und online per UMTS

28.02.2005 | 10:54 Uhr |

Die CeBIT gedeiht. Und sie wächst in Hinblick auf die Vielzahl der Produkte, die auf der weltweit größten Computer- und Technikmesse in Hannover vom 10. bis zum 16. März vorgestellt werden. Auch für den Endverbraucher sind einige Höhepunkte dabei.

Viel Raum nimmt zum Beispiel ein neuer LCD-Fernseher von Sharp ein, den der japanische Elektronikhersteller auf der CeBIT und erstmals in Europa präsentieren wird. Die «Superglotze» bietet eine Bilddiagonale von 165 Zentimetern. Laut Sharp-Sprecher Martin Beckmann in Hamburg kommt der 65-Zöller jedoch frühestens Ende des Jahres auf den deutschen Markt.

Wer oft TV-Sendungen aufzeichnet, weiß, dass Werbeunterbrechungen Platz auf dem Aufzeichnungsmedium kosten. Hitachi bringt deshalb im Sommer drei DVD-Rekorder auf den Markt, die die Werbung beim Abspielen der Aufnahme automatisch unterdrücken. Die zunächst aufgenommenen Werbeblöcke werden wie in einem DVD-Film als eigene Kapitel markiert. So kann der Nutzer die Aufnahmen editieren und die Werbung auch löschen. Das kleinste Modell (DV-DS81E) mit einer Festplattenkapazität von 80 Gigabyte (GB) soll rund 549 Euro kosten.

Ebenfalls von Sharp stammt der DVD-Rekorder BD-HD 100 mit eingebauter Festplatte. Das Gerät brennt die so genannten Blu-ray-Discs, die über ein Vielfaches der Speicherkapazität von herkömmlichen DVDs verfügen. Auf die 160 Gigabyte große Festplatte passen rund 19 Stunden Film in HDTV-Qualität.

NEC bringt im September ein HD-DVD-Laufwerk für PCs in den Handel. Es liest beziehungsweise spielt HD-Medien ab, die bis zu 60 Gigabyte fassen können. Das Lesegerät will NEC nach eigenen Angaben zum Preis von 500 Euro anbieten. Es ist abwärtskompatibel für alle derzeit gängigen CD- und DVD-Speichermedien. Im Dezember soll dem Lesegerät dann ein erster HD-DVD-Brenner folgen.

Digitale Taschenkinos sind auf der CeBIT ebenfalls zu finden. Eines dieser Geräte stammt von Yakumo: Das «Entertainment Center 440» stellt Videos im MPEG4-Format dar und gibt MP3-Songs wieder. Als Speicher steht eine eingebaute Festplatte mit 40 Gigabyte bereit. Zusätzlich besitzt das Gerät ein Einschubfach für CompactFlash- und SD-Karten. Das 400 Gramm schwere Gerät soll im zweiten Quartal in den Handel kommen und 399 Euro kosten.

Fernsehen für unterwegs zeigt Siemens auf der CeBIT: Ein DVB-H-Empfänger mit Stereolautsprechern und berührungsempfindlichem VGA-Bildschirm soll seinem Anwender das digitale Fernsehen für mobile Endgeräte (DVB-H) bescheren. «Bei dem Gerät, das auf der Messe gezeigt wird, handelt es sich allerdings nur um eine Studie», erklärt eine Sprecherin des Unternehmens. Mit einer Markteinführung eines solchen DVB-H-Modells von Siemens sei vor 2006 nicht zu rechnen.

Samsung kombiniert mit dem rund 59 mal 93 mal 29 Millimeter großem MiniKet einen Mini-Camcorder mit Digitalkamera und MP3-Player. Der eingebaute Speicher von einem Gigabyte bietet Platz für 35 Minuten Film in einer Auflösung von 720 mal 576 Pixeln. Das Gerät dient außerdem als MP3-Player, Diktiergerät, Datenspeicher oder Webcam. Die Speicherkapazität des MiniKet kann über eine zusätzliche Karte auf bis zu drei Gigabyte erweitert werden. Im Handel soll der Mini-Camcorder nach der CeBIT für 599 Euro erhältlich sein.

Neben der Unterhaltungselektronik spielt die Telekommunikation auf der CeBIT eine immer wichtigere Rolle. Zu den gesetzten Themen gehört hier Voice over IP - Telefonieren über das Internet. Der Berliner Hersteller AVM zum Beispiel stellt sein Produkt FRITZ!Box Fon vor. Das Gerät ermöglicht die Internet-Telefonie mit ISDN-Telefon-Anlage. Zwei Internetgespräche und zwei Festnetzgespräche können dann dem Hersteller zufolge gleichzeitig geführt werden.

Nokia zeigt unter anderem sein neues UMTS-Handy 6680. Es ist mit zwei eingebauten Kameras bestückt - eine vorne, die andere hinten. Dadurch eignet sich das Gerät laut Hersteller auch für die Videotelefonie mit Blickkontakt. Die Bilder werden während des Gesprächs in Echtzeit übertragen.

Der Mobilfunkprovider O2 ebnet seinen Kunden den Weg ins Internet über UMTS. Das Angebot «Surf@home » stellt nach Angaben des Unternehmens mit Sitz in München eine Alternative zum Internet-Festnetzanschluss für Privatkunden dar. Das Surfen im Netz soll über UMTS mit bis zu sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit möglich sein. Über ein Modem und eine WLAN- oder LAN-Schnittstelle werden Notebooks oder PCs drahtlos ans Internet angebunden.

Es geht auf der CeBIT aber auch noch um Computer. So präsentiert Intel seine neue Centrino-Generation. Die Sonoma genannte Plattform für den drahtlosen Internetzugang umfasst neue Modelle des Pentium-M-Prozessors, den neuen Chipsatz 915 sowie die WLAN-Komponenten Pro/Wireless 2915 ABG oder 2200 BG. Sonoma soll unter anderem die Grafikleistung von Notebooks verbessern. Außerdem bietet die Plattform eine bessere Darstellung von 3D-Spielen und unterstützt die Wiedergabe hochauflösender HD-Videos sowie von 7.1-Raumklang. Auf der CeBIT werden bereits mehrere Notebooks mit der neuen Centrino-Plattform zu sehen sein. (dpa)

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