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Apples Netbook: ARM-basiert und ab nächstem Jahr?

08.12.2008 | 16:42 Uhr |

Die Computerworld hat fünf Gründe gesammelt, warum Apple ein gerät zwischen iPod Touch und Macbook herausbringen könnte. Vor allem die Hardware spricht dafür.

Unsere Kollegen von Computerworld haben in ihrem Blog gründe für ein Apple-Netbook zusammengetragen: Fakten aus der Welt der ARM-Prozessoren, die auch im iPhone stecken, und kommt zum Schluss: 2009 wäre ein gutes Jahr für ein Macbook Nano. Außerdem wäre ARMs Cortex-Chip der passende Prozessor. Fünf Gründe nennt das Blog dafür.

Apple Insider und die üblichen Verdächtigen schicken in regelmäßigen Abständen Gerüchte um ein Netbook von Apple um die Welt. Meist berufen sie sich auf Analysten, die die Zeit wieder einmal für reif erachten. Nicht so das Computerworld-Blog . Es hat sich die Spezifikationen kommender Netbooks und ARM-Prozessoren angesehen und kommt zum Schluss, dass Apple damit ein attraktives Netbook bauen könnte, das fast allen Konkurrenten weit voraus wäre - eben weil darin kein Intel-Prozessor steckt.

Die wichtigsten fünf Gründe

Im iPhone und im iPod Touch stecken bereits Prozessoren der ARM-Architektur, die dem RISC-Konzept folgt. Das iPhone-OS kann mit der Architektur bereits jetzt umgehen, Snow Leopard könnte weitere Überraschungen bieten. ARM-Prozessoren werden von zahlreichen Herstellern in Lizenz hergestellt, darunter auch vom Apple-Zulieferer Samsung. Auf dem Apple-Campus arbeiten die ehemaligen Mitarbeiter der im April 2008 aufgekauften Firma P.A. Semi Gerüchten zufolgen an neuen ARM-Prozessoren. Zu Intel-Prozessoren sind AMD- und VIA-Chips nur in manchen Fällen eine Konkurrenz, im Falle des Netbook-Prozessors Atom bislang aber noch nicht. Bei den ARM-Chips ist das anders: Hier arbeiten unter anderem TI, Marvell, Qualcomm, Samsung und Nvidia an einer Plattform und bieten unterschiedliche Produkte an. Das führt zu starker Konkurrenz, die den Preis der Chips drückt.

Für Apple wären ARM-Lizenzen deutlich billiger zu haben als die entsprechende Intel-Technik, auch könnte Cupertino das Design stärker beeinflussen. ARM Chips können fast alles, was Intel-Chips können, und Apple stellt bereits Compiler für die Architektur bereit. Auch Windows Mobile und CE laufen darauf. Manche ARM-SoCs (System on a Chip) nehmen dabei nur ein Zehntel des Platzes auf dem Mainboard ein, den ein Atom-Chipsatz mit Prozessor benötigt. Aktuelle ARM-Chips sind fast so schnell wie Intel Atom-Prozessoren, verbrauchen aber deutlich weniger Strom (bis zu 20 Mal weniger). Beim Intel-Switch hat Apple-CEO bereits einmal auf mehr Leistung pro Watt gesetzt. Bislang gibt es noch kaum Netbooks mit überzeugender Batterielaufzeit: Erste ARM-Cortex-basierte Netbooks mit Linux werden Mitte 2009 erscheinen. Installiert sein wird auf ihnen eine angepasste Version des Google-Betriebssystems Android.

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