1048340

Greenpeace kritisiert Apples Rechenzentrum

25.04.2011 | 17:55 Uhr |

"Wie schmutzig sind Ihre Daten?" fragt die Umweltschutzorganisation Greenpeace in einem am Gründonnerstag veröffentlichten Report und kritisiert darin Apples neues Rechenzentrum in North Carolina.

Greenpeace-Apple-Store
Vergrößern Greenpeace-Apple-Store
© Martin Strang

Das Stromnetz des US-Bundesstaates speise sich hauptsächlich aus Kohle- (61 Prozent) und Kernkraftwerken (31 Prozent), Apples Entscheidung, sich dort niederzulassen, zeige Apples "Mangel an Entschlossenheit, seine Cloud-Dienste mit sauberer Energie zu speisen." Das kurz vor der Eröffnung stehende "iDatacenter" wird auch nach Ansicht von Greenpeace dazu dienen, iPhone- und iPad-Nutzern aus der Cloud mit iTunes zu versorgen. Greenpeace lobt zwar Apple dafür, in den letzten Jahren transparent über die ökologischen Auswirkungen seiner Produkte informiert zu haben, halte sich aber nun bedeckt, welche Folgen das ausgeweitete iTunes-Geschäft für die Umwelt haben könnte - es fehle so vor allem an Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Angeboten. Apple habe in North Carolina lediglich die günstige Energie gesucht und Umwelt-Aspekte komplett ausgeblendet. Als alternativer Standort habe Apple Virginia im Auge gehabt, dessen Energieversorgung jedoch genau so "schmutzig" sei wie jene des Nachbarstaates.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1048340