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HP: Studie beweist - Druckerpatronen vom Originalhersteller sind besser

21.11.2005 | 16:47 Uhr

Spätestens wenn bei Ihrem Drucker der Füllstand der Tintenpatronen zur Neige geht, sehen Sie sich mit der Frage konfrontiert: Eine teure Patrone vom Hersteller des Druckers kaufen, eine preiswertere Patrone von einem Fremdanbieter erwerben oder mit einem Nachfüllset rumhantieren? Für Druckerhersteller wie Hewlett-Packard stellt sich diese Frage nicht: Die eigenen Patronen sind die besten. Eine neue von HP unabhängige Studie soll das belegen – und der "Geiz ist geil"-Fraktion gehörig eins auswischen.

Die Studie von Quality Logic (QL) wurde HP zufolge im Frühjahr und Sommer 2005 durchgeführt. Sie verglich Druckpatronen und -kassetten vom Originalhersteller mit denen von Fremdanbietern. Sowohl Schwarzweiß- als auch Farbpatronen. Verglichen wurden dabei jeweils HP-Produkte mit den Produkten von zwölf beziehungsweise dreizehn führenden Drittanbietern von Druckpatronen und Druckkassetten.

Im Fokus standen Zuverlässigkeit und Druckqualität sowie bei den Farb-Druckkassetten zusätzlich Farbkonsistenz und -genauigkeit. Geiz ist demnach nicht geil: Die Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen sollen laut Hewlett-Packard sowohl bei den Druckpatronen als auch bei den Druckkassetten einen klaren Vorsprung der Originale zeigen.

Hier die Testkriterien nach Hewlett-Packard:

Qualität Schwarzweiß-Patronen : Bei diesem Vergleich wurde jede mit einer bestimmten Druckpatronenmarke gedruckte Seite als "verwendbar" oder "nicht verwendbar" klassifiziert und dabei insgesamt in fünf Qualitätsstufen unterteilt.

Zuverlässigkeit: Basierend auf der Anzahl der "verwendbaren" Seiten wurde jede getestete Druckkassette als "verwendbar", "kaum verwendbar", "vorzeitiger Ausfall" oder "Totalausfall" klassifiziert. Die Fälle von "kaum verwendbar", "vorzeitiger Ausfall" und "Totalausfall" wurden dann zusammengefasst, um die gesamte Ausfallquote (in Prozent) für die jeweilige Marke zu ermitteln.

Als "Totalausfall" wurde eine Druckkassette dann klassifiziert, wenn weniger als 10 Seiten "verwendbar" waren, die Anzahl der gedruckten Seiten dabei aber mehr als 2,5 Prozent der durchschnittlichen Ergiebigkeit dieses Kassettentyps erreichte. Zu den aufgetretenen Problemen gehörten hier unter anderem schwerwiegende Tonerlecks, unerwünschte Linien oder Tonerflecken.

Druckqualität Farbe : Bei diesem Vergleich wurde jede mit einer bestimmten Druckkassettenmarke gedruckte Seite als "verwendbar" oder "nicht verwendbar" klassifiziert. Auf diese Weise ließ sich der Gesamtprozentsatz der "verwendbaren" und "nicht verwendbaren" Seiten für jede Marke berechnen.

Mit jeder getesteten Farb-Tonerdruckkassettenmarke sollten in kontrollierter Umgebung zirka 50.000 Seiten gedruckt werden, wobei der Test vorsah, die Seiten für jede Druckkassette in jeweils einem Durchgang auszugeben. Gedruckt wurde so lange, bis rund 30 Druckkassetten jeder der zwölf Fremdmarken und 50 Original HP-Farb-Tonerdruckkassetten verbraucht waren. Testgerät war dabei der HP Color Laserjet 4650. Maßstab für die Qualität und Zuverlässigkeit der getesteten Druckkassetten war die Verwendbarkeit der gedruckten Seiten. 10 Prozent der gedruckten Seiten (nach dem Zufallsprinzip ausgewählt) wurden analysiert, um die Druckqualität zu ermitteln. Anschließend wurde jede Seite auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet (5 entspricht optimaler Qualität). Die Qualitätsstufen 4 oder 5 wurden als "verwendbar" klassifiziert. Seiten der Qualitätsstufe 1, 2 oder 3 erhielten die Bewertung "nicht verwendbar".

Farbgenauigkeit: Hierbei wurde ermittelt, inwieweit die verschiedenen Druckkassettenmarken in der Lage waren, Farben präzise wiederzugeben. Dafür wurden mit jeder Druckkassettenmarke farbige Musterseiten (C3 und C5) ausgedruckt, bis die Testkassetten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten. Anschließend wurden die gedruckten Seiten mittels X-Rite Spektrodensitometer, einem Standard-Messinstrument für die Qualität gedruckter Dokumente, analysiert. Alle getesteten nachgebauten Druckkassetten wiesen im Vergleich zu den HP-Ausdrucken erkennbare Farbabweichungen auf.

Farbkonsistenz: Bei der Farbkonsistenz geht es um die Fähigkeit der Druckkassetten, jederzeit gleich bleibende Farben zu drucken. Im Test wurden regelmäßig, nach jeweils 500 gedruckten Seiten CIE-L*a*b*-Werte für bestimmte farbige Bereiche gemessen. Auf Basis dieser Messungen wurde zunächst ein durchschnittlicher Wert für jede Farbe berechnet - als Referenzwert für die jeweils getestete Marke. Verglichen mit anschließenden Einzelmessungen ergab sich der Grad der Farbvariationen der betreffenden Marke. Die Original HP-Druckkassetten zeigten dabei die geringste Variationsbreite.

Übrigens: PC-WELT hat in der Ausgabe 9/2003 Original-Tintenpatronen mit denen von Fremdanbietern verglichen. Sie können dieses Heft hier herunterladen. Wir wiederholen diesen Test demnächst, das Ergebnis erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben der PC-WELT .

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