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HP und Compaq fusionieren am Freitag

02.05.2002 | 16:21 Uhr |

Die Großfusion zwischen den US-Computer- Unternehmen Hewlett-Packard (HP) und Compaq soll bereits an diesem Freitag besiegelt werden. Dem Zusammenschluss stehe nichts mehr im Wege, kündigte Hewlett-Packard am Mittwoch (Ortszeit) in Palo Alto an. Am Dienstag war Walter Hewlett, Sohn eines der beiden HP-Gründer, mit seinem Gerichtsverfahren gegen die Fusion gescheitert. Ein Richter in Wilmington (Delaware) hatte gegen Hewlett entschieden, der mit einer Klage versucht hatte, den 18,6 Milliarden Dollar (rd. 20,6 Mrd Euro) teuren Kauf der Compaq Computer durch HP zu torpedieren.

Die neue Firma soll am kommenden Dienstag an den Start gehen, hieß es. Mit der größten Fusion in der Geschichte der Computerindustrie will HP-Chefin Carly Fiorina die weltweite Nummer eins bei PCs, Servern und Druckern schaffen. Walter Hewlett war in der vergangene Woche nach 15-jähriger Zugehörigkeit nicht mehr in den HP- Verwaltungsrat gewählt worden. Er hatte HP in der Klage vorgeworfen, den Aktionären wichtige Informationen über die Fusionsauswirkungen vorenthalten und Aktionäre der Deutschen Bank Asset Management bestochen zu haben.

Hewlett-Packard veröffentlichte zudem das endgültige Ergebnis der Aktionärs-Abstimmung über die Fusion. Demnach sprach sich eine Mehrheit von 51 Prozent dafür aus, 48 Prozent votierten dagegen. Insgesamt wurden laut Hewlett-Packard 838,4 Millionen Aktien für und 793,1 Millionen Aktien gegen den Zusammenschluss eingebracht. Der Vorsprung betrug damit nur 45,3 Millionen Aktien. Die Inhaber von 13,9 Millionen Anteilsscheinen enthielten sich der Stimme. dpa

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