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HP will coolere Chips und Datenzentren

08.08.2002 | 10:07 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - Während sich IBM bei seiner Forschung unter anderem auf den Energieverbrauch von Computern fokussiert, will HP dafür sorgen, dass die immer leistungsfähigeren Prozessoren und Rechenzentren kühler werden und bleiben. Unter anderem arbeitet der Konzern daran, die Technik seiner Tintenpatronen zur Kühlung von CPUs zu nutzen. Dabei soll der Druckkopf statt Tinte dielektrische Kühlflüssigkeit auf den Chip zerstäuben, die anschließend verdampft und (in einem geschlossenen Kreislauf) wieder in den Ausgangsbehälter zurückgelangt. Solche Technik könne in drei Jahren in Servern und in fünf Jahren in Desktops serienreif sein, glaubt der Hersteller.

Auch die Kühlung im RZ will HP effektiver gestalten. Zurzeit werden im Schnitt rund fünf Megawatt Elektrizität verbraucht, um zehn Megawatt Abwärme zu entfernen. Durch dynamische Verteilung von Workloads und Kühlung soll dieses Verhältnis in Zukunft deutlich günstiger gestaltet werden. Solches "Smart Cooling", für das HP unter anderem auch einen "hitzeschnüffelnden" Roboter einsetzen will, könne einem Anwender mit einem 15-Megawatt-Rechenzentrum eine Million Dollar pro Jahr sparen. (tc)

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