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Hacker greifen Unicredit Bank Austria an

08.05.2013 | 14:03 Uhr |

Wenn ein Nutzer auf den Link aus der Phishing-Mail klickt und auf der nachfolgenden Seiten seine Bank-Daten eingibt, kann man sich noch streiten, ob dabei viel technisches Können beim Hacken solcher Konten gehört. Doch offenbar wird die Szene erwachsen und zieht direkt auf die finanziellen Institutionen.

So hat vor Kurzem Unicredit Bank Austria in ihrem Blog und auf der Facebook-Seite bekannt gegeben, dass die Unbekannten sich in der Zeit vom 4. bis 6. Mai Zugang zu dem Portalsserver der Bank verschafft haben. Mittlerweile ist der Angriff abgewehrt, die Zugangstelle geschlossen. Auch verschickt die Bank den betroffenen Online-Banking-Kunden Warnungsmails. Nach Mitteilung der Bank konnten sich die Angreifer einen Zugang zu einem der Server verschaffen, der für das Online-Banking zuständig ist und dort die Aktivitätsprotokolle (Log-Files) auslesen. Die Internet-Diebe konnten aber in den fremden Konten kein Geld überweisen, da die benötigten Angaben wie PIN (persönliche Identifikationsnummer) und TANs (Transaktionsnummer) in solchen Log-Dateien nicht vorkommen.

Der Bankchef Willibald Cernko hat sich gegenüber Vienna Online zu dem Angriff geäußert: Die Ermittlungen laufen seit dem Wochenende, doch schon jetzt ist es klar, dass keine Amateure am Werk waren: Über zwei verdeckte IP-Adressen in Frankreich und den Niederlanden agierten die Unbekannten, den Zugang haben sie sich über einen Server in Deutschland verschafft.

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