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Hacker knacken drahtlos vernetzte Registrierkassen

07.05.2002 | 11:02 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - Der Schnäppchen-Anbieter Best Buy hat die Wireless LANs (WLAN) in 492 Fillialen abgeschaltet, nachdem ein anonymer Hacker nach seinen Angaben in eines der Netze eingedrungen ist und die Kreditkartennummer eines Kunden abgegriffen hat. In den Best-Buy-Läden waren die elektronischen Kassen über WLANs nach dem Wi-Fi-Standard 802.11b vernetzt. Nach Auskunft der Firmensprecherin werden die Netze zur Zeit geprüft. Wann die Kassen wieder online geschaltet werden, ist noch nicht bekannt.
Nach Berichten der CW-Schwesterpublikation Computerworld sind auch andere Ladenketten betroffen. Demnach untersuchten die Sicherheitsexperten von D-fensive Networks einige Netze des US-Anbieters "The Home Depot" und fanden ebenfalls Angriffspunkte.
Die Hackerattacke sei nur erfolgreich gewesen, weil Best Buy seine Netze nicht mit WEP (Wired Equivalent Privacy) geschützt habe, meint Gartner-Analyst John Pescatore. Im Februar 2002 haben allerdings Forscher gezeigt, dass sich auch dieses Sicherheitsprotokoll für 802.11x-Netze knacken lässt (Computerwoche online berichtete). (lex)

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