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Hackerangriff auf Santa Claus

22.12.2006 | 10:23 Uhr

Den Experten von Stopbadware.org ist es in letzter Sekunde gelungen, bösartigen Code von der Website von Santa Claus zu entfernen. Vermutlich hat die Verbraucherschutzorganisation damit das diesjährige Weihnachtsfest gerettet.

Santa Claus aus Incline Village in Nevada hatte sich an Stopbadware.org gewandt, weil seine Internet-Seite ohne ersichtlichen Grund von Google herausgefiltert wurde. Der weißbärtige Mann, der seinen Namen offiziell in Santa Claus geändert hat und dessen Anliegen es ist, sich für die Rechte von Kindern einzusetzen, hatte bereits verschiedene Experten konsultiert - jedoch ohne Erfolg. Erst Jason Callina von der Verbraucherschutzorganisation fand die Ursache. Eine Verknüpfung, die offensichtlich heimlich und ohne Wissen von Santa Claus auf " Santaslink.net " platziert worden war, führte auf eine Badware-Site von der aus bösartiger Code auf die Rechner der Besucher geschleust werden konnte. Wegen dieses Links wurde die Site von Google in Quarantäne gehalten. Den Experten von Stopbadware.org gelang es, den Code zu entfernen und damit die Seite von Santa Claus wieder in den Google-Pool zurückzuführen.

Stopbadware.org war erst im Laufe dieses Jahres mit Unterstützung von Google, Lenovo und Sun Microsystems gegründet worden. Ziel Der Organsiation ist es, Verbraucher vor bösartiger Software wie Spyware und Viren zu schützen. Spätestens jetzt kurz vor Weihnachten haben sich die Mühen der Online-Wächter bezahlt gemacht. "Die Moral der Geschichte ist, dass böse Geister, die ihren Code im Internet verbreiten, nicht einmal vor der Seite von Santa Claus halt machen", meinte Callina von Stopbadware.org.

Die Welt kann noch einmal aufatmen. Zum glück war nicht die Web-Site des echten Weihnachtsmanns betroffen. Nicht auszudenken, wenn sich Hacker Zugang zu dessen Servern verschafften, und sämtliche Wunschzettel vertauschen würden. (ba)

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