2096804

Hacking Team konnte nur Jailbreak-iPhones infizieren

07.07.2015 | 13:49 Uhr |

Seit dem Hack an Hacking Team kommen immer mehr Details an Licht. Unter anderem ist eine Preisliste für Infizierung und Ausspähung veröffentlicht.

Sämtliche Daten von Hacking Team kann man nach wie vor hier vorfinden . Unter anderem ist eine Preisliste für die entfernten Zugänge zu den fremden Systemen aufgetaucht . An den Preisen kann man sehen, wie viel Aufwand welches System zum Ausspähen benötigt. Brisant dabei ist, dass Hacking Team sich theoretisch bereit erklärt hat, fremde iPhone-Daten auszuspähen, das iPhone musste sich davor einem Jailbreak unterziehen. Von den verfügbaren mobilen Plattformen konnte die Spionage-Firma alle vier überwinden. Von den Anforderungen und Preisen her waren nach der Ansicht von Hacking Team iOS und Windows Mobile die sichersten. Für die Spähsoftware auf den beiden Plattformen verlangte die Firma á 50.000€, Android und Blackberry würden 40.000€ kosten. Auch die Anforderungen für das erfolgreiche Ausspähen auf den iOS- und Windows-Smartphones sind deutlich höher: Das iPhone muss bereits über einen Jailbreak verfügen, ein Windows-Smartphone muss den Hackern physisch vorliegen, auch die entsprechenden Sicherheitszertifikate müssen geknackt werden. Und auch nach einem erfolgreichen Hack stehen nicht alle Daten den Verbrechern zur Verfügung. So sind nach den Angaben von Hacking Team auf dem iPhone die Daten von Skype, Whatsapp und Viber zur Ansicht, auch können die Hacker dann die Kontakte und Anruflisten durchschauen. Auf dem Windows-Smartphone ist die Liste ähnlich - Kontakte, Geo-Daten, Kalender und Mikrofon-Zuschnitte sind verfügbar. Hacking Team verspricht hier jedoch keinen Zugang zu den sozialen Netzwerken oder zu den Passwörtern.

Offenbar bereiten Android- und Blackberry-Smarphones den Hackern deutlich weniger Kopfschmerzen - ihre Software gilt für Android 2.3 bis 5.0 und für Blackberry OS bis 7.1. Danach sind alle wichtigen persönlichen Daten und Einstellungen wie Skype-Anrufe, Passwörter, diverse Accounts etc. in den Händen von Verbrechern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2096804