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Härteres Vorgehen gegen Raubkopierer

30.10.2004 | 10:46 Uhr |

Software-Piraten geraten zunehmend ins Visier von Ermittlern. "Während im Vorjahr 3000 Rechner in Deutschland und Österreich Gegenstand von Untersuchungen gegen Raubkopien waren, sind es in diesem Jahr schon 10.000".

Software-Piraten geraten zunehmend ins Visier von Ermittlern. "Während im Vorjahr 3000 Rechner in Deutschland und Österreich Gegenstand von Untersuchungen gegen Raubkopien waren, sind es in diesem Jahr schon 10.000".

Dies sagte der Deutschland-Chef des Software-Verbandes Business Software Alliance (BSA), Georg Herrnleben, der dpa in München. "Die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft und die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit hat entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen." Dadurch hätten sich die Schadenersatzzahlungen an die BSA im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und seien von rund 500.00 Euro auf eine Million Euro in Deutschland gestiegen.

"Der Software-Industrie entsteht durch Raubkopien ein Schaden in Milliarden-Höhe. Was den Kampf dagegen betrifft, bin ich aber optimistisch", so Herrnleben weiter. So gingen vor allem viele Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen auf die BSA zu, um Raubkopien in ihrer Firma anzuzeigen.

Innovationsunternehmen und die Kreativbranche bedienten sich besonders gerne illegaler Software. Die Maßnahmen gegen Software-Piraterie gehen Herrnleben noch nicht weit genug. "Nur höhere Strafen und ein hohes Risiko, erwischt zu werden, halten vom Kopieren ab."

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