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Deutscher Halbleitermarkt wächst rasant

15.12.2010 | 12:22 Uhr |

Der deutsche Halbleitermarkt ist in diesem Jahr vor allem dank der boomenden Autoindustrie rasant gewachsen

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Bis zum Jahresende sei mit einem Plus von 38 Prozent auf mehr als 9,5 Milliarden Euro zu rechnen, berichtete der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI am Dienstag in München. "Der Mikroelektronikmarkt hat sich 2010 wieder von der Weltwirtschaftskrise erholt und ist auf den alten Wachstumspfad zurückgekehrt", betonte ZVEI-Halbleiter-Experte Ulrich Schaefer. Für das kommende Jahr rechnet der Verband mit einem weiteren Zuwachs. Den Löwenanteil zu dem Wachstum in diesem Jahr steuern Halbleiter für die Autoindustrie bei, diese bleibt mit 37 Prozent Marktanteil der größte Bereich der Branche, gefolgt von der Datentechnik mit 30 Prozent. Halbleiter werden in zahlreichen Produkten vom Auto bis zum Toaster eingesetzt. Wegen der breiten Verwendung der Chips in vielen Geräten des täglichen Bedarfs gilt die Branche daher auch als ein Indikator für die gesamte Wirtschaft. Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaftskrise die Halbleiterindustrie mit voller Wucht erfasst und zu einem Umsatzeinbruch von knapp 25 Prozent geführt.

Von der Erholung in diesem Jahr profitierte auch der größte deutsche Halbleiterhersteller Infineon: Erstmals seit Jahren fuhr das Unternehmen mit Sitz in München im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn ein und rechnet weiter mit Wachstum. Die inzwischen verkaufte Handychipsparte eingerechnet verdiente Infineon unter dem Strich rund 660 Millionen Euro, nachdem im Geschäftsjahr 2008/2009 noch ein Verlust von 674 Millionen Euro entstanden war. Der Umsatz wuchs um mehr als 50 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro.

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