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Abu Dhabi wirbelt Halbleiter-Branche durcheinander

08.09.2009 | 10:55 Uhr |

Der abu-dhabische Investor "Advanced Technology Investment Company" will bei weiteren Halbleiterherstellern einsteigen. Nach Fabriken von AMD will das Unternehmen jetzt einen Hersteller aus Singapur kaufen.

Intels neuer Flash-Chip mit 32 GB
Vergrößern Intels neuer Flash-Chip mit 32 GB
© Intel

Das Emirat Abu Dhabi treibt die weltweite Konsolidierung der Halbleiter-Branche voran. Die staatseigene Advanced Technology Investment Company (ATIC) will den Auftragsfertiger Chartered Semiconductor aus Singapur für umgerechnet 1,8 Milliarden Dollar übernehmen, wie die Unternehmen in der Nacht zum Montag bekanntgaben. Nur Monate zuvor hatte ATIC mehrheitlich die Fabriken des Prozessoren-Herstellers AMD übernommen und will diese mit Fremdaufträgen besser auslasten. In der Halbleiter-Industrie ist es wegen der enormen Investitionen weit verbreitete Praxis, dass Entwicklung und Produktion getrennt laufen.

Die Wirtschaftskrise hatte die Konsolidierung in der Chip-Branche noch beschleunigt. Denn mit einem Schlag war ein großer Teil des Geschäfts weggebrochen, milliardenschwere Verluste liefen auf, ohnehin schwankende Firmen wie der deutsche Speicherchip-Hersteller Qimonda fielen um. Aktuell sucht der japanische Elektronikkonzern Toshiba eine Möglichkeit, seine Kosten bei den Chips zu drücken und erwägt laut der japanischen Wirtschaftzeitung "Nikkei" die Auslagerung von Teilen der Produktion an Chartered Semiconductor. (dpa)

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