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iPod Touch und iPod Nano in der Praxis

03.09.2010 | 13:20 Uhr |

Nach der Keynote konnten wir die neuen iPods direkt in der Praxis ausprobieren. Wie fühlen sie sich an, wie groß sind die Unterschiede? Hier sind unsere Eindrücke in Wort und Bild.

iPod Nano und iPod Touch-3
Vergrößern iPod Nano und iPod Touch-3

Im Anschluss an die Keynote hat Apple die vorgestellten Geräte der Presse vorgeführt. Dabei konnten wir den neuen iPod Nano und iPod Touch in der Praxis ausprobieren.

iPod Touch

Dem iPod Touch hat die Erneuerung sichtlich gut getan. Dank Retinadisplay sind Schrift und Bilder auch hier richtig scharf. Der Touch fühlt sich anders an als der Vorgänger. Die Wölbung der Ecken ist anders und auch den guten Millimeter, den Apple bei der Dicke weggehobelt hat, spürt man in der Hand ein wenig. Auffällig sind die neuen Apps, die mit den neuen Funktionen einher gehen. So gibt es jetzt erstmals eine Kameraapp auf dem iPod.

Diese funktioniert ähnlich wie beim iPhone. Hier fehlt allerdings die Taste für den Blitz. Die Kamera ist auch sonst nicht mit der des iPhone 4 identisch. Statt fünf Megapixel löst die des iPod weniger als einen Megapixel auf. Bei Videos ist zumindest die Auflösung identisch: 1280 mal 720 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde.

Vermutlich hat die Kamera des iPhone 4 nicht in das flachere Gehäuse des iPod gepasst. Oder Apple wollte eine künstliche Grenze zwischen den beiden Geräten ziehen. Ob die Bildqualität bei Videos identisch zum iPhone ist, werden wir erst im ausführlichen Test feststellen. Die zweite neue App hat auch etwas mit Kameras zu tun: Dank einer zweiten, kleineren Frontkamera kann man jetzt auch per iPod Videogespräche führen. Facetime kommt jetzt auf den iPod.

Möglich macht dies die Kamera und, was weniger offensichtlich ist: iOS 4.1. Die macht Facetime auch über eine E-Mailadresse als Identifikation möglich. Beim iPhone war dazu bisher die Telefonnummer nötig. Dies bedeutet auch, dass auf den Testgeräten bereits iOS 4.1 installiert ist.

Eindruck iPod Touch

Dem Touch stehen die Änderungen sehr gut, mit Retina-Display und Kamera hat Apple den vielseitigsten iPod auf den Stand der Technik gebracht und die Lücke zum iPhone 4 etwas verkleinert. Beim iPod gibt es auch die 64-Gigabyte-Option, die beim iPhone noch schmerzlich fehlt. Die kleine Variante mit acht Gigabyte Speicher ist allerdings zu knapp bemessen. Da man Fotos und Filme wegen des besseren Displays in höherer Auflösung als zuvor nutzen sollte und man jetzt HD-Filme aufnimmt, ist dies zu wenig. Eine Einstiegsvariante mit 16 GB wäre passender gewesen. Die meisten Kunden werden wohl zur Option mit 32 GB greifen.

Der iPod Nano

Beim iPod Nano hat Apple den gröbsten Keil angesetzt. Hier ist auf den ersten Blick nichts mehr so wie zuvor. Kein Klickwheel mehr, dafür Multitouch in Kombination mit einigen physischen Tasten für die Lautstärke und die Bildschirmsperre. An die Touch-Bedienung auf dem winzigen Bildschirm muss man sich zunächst gewöhnen. Mit spitzen Fingern hält man den kleinen iPod und tippt mit ebenso spitzen Finger auf dem kleinen Bildschirm.

Der erste Eindruck sagt: Mit dem Touchscreen steuert man den iPod Nano keineswegs schneller als mit dem Klickwheel. Blind steuern kann man ihn zudem auch nicht, wie das noch mit dem Klickwheel möglich war. Der winzige Formfaktor ist zwar eindrucksvoll, aber die winzige Größe und die neue Kleiderklammer auf der Rückseite lassen ihn ein wenig wie ein Accessoire erscheinen.

Schade auch, dass Apple hier sowohl die Videokamera als auch die Abspielfunktion für Videos gestrichen hat. Mit dem quadratischen Bildschirm wären Filme jedoch ohnehin kaum anzuschauen.

Eindruck iPod Nano

Der iPod Nano hat Videofunktion und Clickwheel verloren und dafür Klammer und Touchscreen gewonnen. Wem Miniaturgröße besonders wichtig ist, der freut sich über die neue Mikro-Form. Klassische iPod-Anwender werden vom neuen Modell jedoch eher enttäuscht sein.

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