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Smartphones geben Versand- und Onlinehandel neue Impulse

07.07.2010 | 07:20 Uhr |

Die Versandhändler in Deutschland setzen auf das Internet und die zunehmende Verbreitung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-Computer.

"Elektronischer Handel ist ein hartes Geschäft"
Vergrößern "Elektronischer Handel ist ein hartes Geschäft"

Der jahrelange Branchenboom wird sich auch in Zukunft fortsetzen, erwartet der Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (BVH). "Immer neue Technologieschübe machen das Shoppen im Netz attraktiver, schneller und überall verfügbar", sagte Verbandspräsident Thomas Lipke am Dienstag in Hamburg. Neben den klassischen Versandprodukten wie Mode, Medien und Unterhaltungselektronik hätten auch neue Angebote wie etwas Lebensmittel gute Chancen, ihren Markt zu finden. "Die Generation der 'digital natives', die mit dem Internet groß geworden ist, wird jetzt geschäftsfähig."

Im laufenden Jahr erwarte die Branche einen Umsatz mit Waren von 29,9 Milliarden Euro, das wäre ein Plus von 2,7 Prozent. Dazu kommen noch einmal 6,5 Milliarden Euro Umsatz für digital gehandelte Dienstleistungen, etwa Downloads, Tickets für Konzerte, Kino oder Verkehrsmittel und Reisen. Knapp 60 Prozent des Umsatzes der Versandhändler kommen über das Internet; dieser Anteil wird in den nächsten Jahren auf 75 bis 80 Prozent steigen. Der Optimismus des Branchenverbandes wird gestützt durch eine aktuelle Umfrage der Software- und Beratungsfirma Avail Intelligence. Danach kaufen erst 17 Prozent der Befragten mit ihrem Smartphone ein, 83 Prozent dagegen noch nicht.

Für die gesamte Handelsbranche bedeutet der Erfolg der Online- und Versandhändler, dass mehr oder weniger das komplette Wachstum auf dieses Segment entfällt. Der stationäre Einzelhandel stagniert. Der Anteil des Versandhandels am gesamten Einzelhandel steigt Jahr für Jahr um 0,2 Prozentpunkte und erreicht in diesem Jahr voraussichtlich 7,6 Prozent. Doch auch viele traditionelle Einzelhändler bieten ihre Waren längst über das Netz an. " Wer das macht, für den ist der Webshop spätestens nach zwei oder drei Jahren die größte Filiale ", sagte Lipke, der im Hauptberuf den Outdoor-Ausrüster Globetrotter führt.

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