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Hands-on: iPad Air und iPad Mini Retina

22.10.2013 | 18:12 Uhr |

Dünner und leichter: Mit dem iPad Air verpasst Apple dem Tablet ein neues Design. Das iPad Mini bekommt ein Retina-Display

Auch wenn sich die Gerüchte bei der Vorstellung des neuen iPads größtenteils bestätigt haben, sorgte Apple dennoch für eine Überraschung: Als Phil Schiller das "neue" iPad vorstellt, setzt er nicht etwa die alte Zählweise fort und nennt es "iPad 5", sondern schlicht "iPad Air". Mit dieser Umbenennung will Apple bewusst ein Zeichen setzen den neuen Charakter der folgenden Tablet-Generation unterstreichen.

iPad Air - unser Eindruck

Wir haben das neue iPad Air in den Händen gehalten und es fühlt sich wirklich deutlich leichter und handlicher an. Genau wie beim iPad Mini kann man problemlos den Daumen beim Halten auf den Bildschirm legen. Er wird einfach ignoriert. Alle Touch-Gesten funktionieren weiterhin prima. Die Gehäusefarben sind identisch zum iPhone 5S, das grau wirkt eher edel und dezent. Die Geschwindigkeit ist klasse. Ruckeln oder stottern fällt bei der Bedienung nicht auf, aber da war ja auch schon das iPad 4 sehr flott.

Das iPad Air erinnert mit seinem flachen Design an das Macbook Air.  Es ist nur 7,5 Millimeter dünn und wiegt in der LTE-Variante 478 Gramm. Das Vorgängermodell war rund 9,5 Millimeter dick und wog mehr als 600 Gramm. Das iPad Air ist damit um 40 Prozent schlanker geworden. Außerdem hat es einen schmaleren Rahmen und erinnert an ein überdimensioniertes iPad Mini. Dadurch ist es nur 16,95 Zentimeter breit. Zum Vergleich: das iPad 2 ist mit fast 18 Zentimetern zwei Zentimeter breiter.

iPad Air: Ein Neuanfang

Mit dem iPad Air wagt Apple wie schon beim iPad 2 einen Neuanfang, was das Design und die Haptik betrifft. Der Sprung vom iPad 4 zum iPad Air ist vergleichbar mit dem Sprung vom iPad 1 zum iPad 2. Das Retina-Display stellt auch bei diesem Tablet Bilder in einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel bei 264 ppi dar. 

Im Inneren ist, genauso wie beim iPhone 5S,  ein A7-Chip verbaut, der die 64-Bit-Architektur unterstützt. Das iPad Air ist damit laut Schiller bis zu 72mal schneller als das Ur-iPad. Der M7 Motion Coprozessor ist ebenfalls mit dabei, der Bewegungen des iPads für entsprechende Apps noch besser  verarbeiten soll. Noch werden Nutzer allerdings kaum von der 64-Bit-Architektur profitieren können, da es kaum Apps gibt, die diese unterstützen. 

An Wifi- und Mobilfunkstandards kann das das iPad Air wie auch schon das iPhone 5S auch die LTE-Frequenzen von Telekom und Vodafone nutzen, allerdings nicht den neuen Wlan-Standard 802.11ac, der Datenübertragungsraten im Gigabit-Bereich möglich macht.

Die Kameraauflösung ist mit 5 Megapixel ebenfalls gleich geblieben.

Kein gold, kein Fingerprintsensor, dafür iMovie kostenlos

Wer einen Fingerprintsensor wie beim iPhone 5S erwartet hat, wird enttäuscht. Touch-ID unterstützt das iPad Air nicht, was vielleicht einige Business-Anwender bedauern werden. Auch ein goldenes Modell wird es nicht geben. Dafür ist das iPad Air in weiß/silber beziehunsgweise schwarz/spacegrau erhältlich.

Die preiswerteste Variante kostet 479 Euro mit 16 GB und Wifi, das High-End-Modell mit Mobilfunkzelle und 128 GB internen Speicher 869 Euro. Wer sich das iPad Air kauft, bekommt nun auch Apps wie iPhoto, iMovie, Garageband, Pages, Numbers und Keynote kostenlos hinzu. Diese Apps haben früher bis zu 8 Euro gekostet.

Als Einsteigermodell behält Apple übrigens nach wie vor das iPad 2 mit 379 Euro im Sortiment. Die Zubehörhersteller, die noch den alten 30-Pin-Connector unterstützen, können also aufatmen.

Das iPad Air ist ab 1. November online und im Apple Store verfügbar. Allerdings hat Appple bei seiner Ankündigung wohl nicht bedacht, dass in einigen Teilen Deutschlands der 1. November ein Feiertag ist. Es bleibt abzuwarten, ob am nächsten Freitag nur Berlin und Hamburg in den Genuss von neuen iPads kommen werden, da der Süden Deutschlands Allerheiligen feiert.

Endlich: iPad Mini mit Retina-Display

Viele Nutzer haben es schon lange erwartet, jetzt ist es endlich da: Das kleine iPad Mini bekommt ein Retina-Display und stellt Bilder mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel auf 7,9-Zoll dar. Am Preis hat Apple nicht viel geändert: Das iPad Mini Retina gibt es ab 389 Euro in den Farben spacegrau und silber. Ein buntes Farbspektrum wie beim iPhone 5C hat Apple dem iPad Mini erspart.

Das iPad Mini ohne Retina-Display gibt es weiterhin im Apple Store. Es kostet jetzt nur noch 289 Euro und ist ähnlich preiswert, wie bei der Gravis-Sonderaktion im Sommer. 

Hands-on iPad Mini Retina

Endlich hat das iPad Mini ein Retina-Display. Der Bildschirm ist eine Wucht, noch schärfer als beim bisherigen großen Retina-iPad. Die Farben sind satt und brilliant. Sehr schön: Die Geschwindigkeit beim Arbeiten unterscheidet sich quasi nicht mehr vom großen iPad. Die Bedienung bleibt stets flüssig und ohne Haken oder Ruckeln. Die neue Gehäusefarbe Spacegrau ist ein guter Kompromiss zwischen dem Silber und dem bisherigen Schwarz, dass es nun für das iPad Mini nicht mehr gibt. Abmessungen und Gewicht bleiben unverändert.

Im Inneren ist das Mini-iPad ebenso wie das iPhone 5S mit dem A7-Chip ausgestattet, der die 64-Bit-Architektur unterstützt. Dem M7-Coprozessor gibt es auch.

Das iPad Mini Retina wird es laut Phil Schiller "irgendwann im November" geben. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt.

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