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Handyhersteller halten sich mit iTunes-Integration zurück

12.09.2005 | 12:40 Uhr |

Motorolas iTunes-Handy Rokr soll nach den Plänen Apples erst der Anfang sein, weitere Geräte mit integriertem iTunes-Client sollten folgen.

Motorola ROKR iTunes Handy abstract
Vergrößern Motorola ROKR iTunes Handy abstract

Bisher zeigen Handyhersteller wenig Interesse, ihre Mobiltelefone mit iTunes auszustatten. Vor allem Apples digitale Rechtemanagement Fair Play und dafür anfallende Lizenzgebühren seien der Grund für die Zurückhaltung. Der Marktführer Nokia bestätigte über seine Sprecherin Camilla Grägg unserer Schwesterzeitschrift Playlist, dass der finnische Hersteller mit Apple in Gesprächen sei. Da der Mac-Hersteller jedoch eine proprietäre DRM-Lösung einsetze, sei es dessen Entscheidung, mit wem er zusammenarbeiten oder ob er die Plattform öffnen wolle. Nokia verwies auf seine Handys mit alternativen Lösungen zur MP3-Wiedergabe, die auf den Open-Source-Standards der OMA (Open Mobile Alliance) aufsetzen.

Auch Sony Ericsson werde erst iTunes-Handys anbieten, sobald iTunes kompatibel zur OMA werde. Laut Unternehmenssprecherin Cherie Gray sieht der Hersteller Wachstum für Musikhandys. Musik könne das nächste "große Ding" nach Fotografie für Mobiltelefone werden, zunächst werde man jedoch mit Sony Connect zusammenarbeiten.

Siemens will ebenso Musikhandys anbieten, hege derzeit keine konkreten Pläne, diese kompatibel mit iTunes zu machen. Mit dem SL 45 mit seinem Slot für MMC-Karten brachte Siemens im Jahr 2000 erstmals ein Handy mit Musikabspielfunktion auf den Markt. Weitere Smartphones mit Multimedia-Fähigkeiten folgten und werden auch in Zukunft Teil der Produktpaletten In welche Richtung die Entwicklung gehen werde, konnte Siemens' Jacob Rice jedoch nicht näher erläutern: "Wir haben unsere Handyspartean Benq verkauft."

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